Zentralbanker aus den USA und Großbritannien uneins über Stablecoins

In einer Erklärung am Sonntag betonte der Gouverneur der US-Notenbank Fed, Christopher Waller, dass die zunehmende Nutzung von USD-gedeckten Stablecoins den globalen Einfluss der amerikanischen Geldpolitik stärken könnte. Auf der 32. Wirtschaftskonferenz in Dubrovnik erklärte Waller, dass Länder, die sich auf an den Dollar gekoppelte digitale Vermögenswerte stützen, faktisch die wirtschaftlichen Bedingungen der USA übernehmen. Dies berichtet Cointelegraph.com .
Waller erklärte, er betrachte Stablecoins lediglich als Zahlungsmittel und sehe darin nichts Gefährliches oder Negatives. Seiner Meinung nach bringen diese Vermögenswerte einen gesunden Wettbewerb in die Welt der Zahlungssysteme. Gleichzeitig stellte er fest, dass das Interesse an digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) in vielen Ländern abnimmt.
Die Vertreterin der Bank of England, Megan Greene, vertritt jedoch eine andere Ansicht. Sie prognostizierte, dass Stablecoins in wenigen Jahren an Bedeutung verlieren könnten. Greene verglich diesen Prozess mit einem Rennen zwischen einer Schildkröte (CBDC), einem Hasen (Stablecoins) und einem Nashorn (tokenisierte Einlagen). Sie glaubt, dass tokenisierte Einlagen letztlich das erfolgreichste Instrument sein werden.
Derzeit wird im US-Senat der Gesetzentwurf CLARITY Act zu digitalen Vermögenswerten diskutiert. Dieses Dokument zielt darauf ab, einen föderalen Regulierungsrahmen für den Kryptomarkt zu schaffen. Aufgrund von Bankenlobbyismus und politischen Prozessen bleibt die endgültige Verabschiedung des Gesetzes und die Unterzeichnung durch den Präsidenten jedoch ungewiss.
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