Krypto-Treasury-Zuflüsse auf dem niedrigsten Stand seit 2024

Laut DefiLlama sanken die monatlichen Investitionszuflüsse in Digital Asset Treasury (DAT)-Unternehmen im Mai auf 180 Millionen USD. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2024 und ein Rückgang von 95 % gegenüber den 4,4 Milliarden USD im April. Zudem lag der Zufluss im Mai 93 % unter dem monatlichen Durchschnitt für den Zeitraum Januar bis Mai. Dies berichtet Cointelegraph.com .
Etwa 98 % des gesamten Zuflusses im Mai, also 177 Millionen USD, entfielen auf Bitcoin-Treasury-Unternehmen. Dennoch sind auch die Bitcoin-Zuflüsse im Vergleich zu den 3,8 Milliarden USD im April stark zurückgegangen. Bei anderen Vermögenswerten gab es geringe Zuflüsse in Projekte wie ZCash, Story und Sui, während aus dem Litecoin-Netzwerk 1,89 Millionen USD abgezogen wurden.
Analysten sind der Meinung, dass dieser Rückgang auf eine veränderte Einstellung der Anleger gegenüber passiven Krypto-Treasury-Modellen hindeutet. Das Aufkommen von Spot-ETFs und der Druck zur Renditesteigerung verringern die Attraktivität von Unternehmen, die lediglich Token halten. Experten von Galaxy Digital betonen, dass die „Buy-and-Hold“-Ära für DATs vorbei ist.
Treasury-Firmen sind nun gezwungen, ihre Vermögenswerte aktiv durch Staking, Validator-Infrastruktur oder Decentralized Finance (DeFi)-Strategien zu nutzen. Laut einem Bericht von Everstake stammten beispielsweise durchschnittlich 60 % der Einnahmen von sechs großen Treasury-Firmen aus dem Staking. Laut Arthur Firstov von Mercuryo wäre es eine zu starke Vereinfachung der Marktdynamik, diese Veränderungen ausschließlich auf ETFs zurückzuführen.
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