Person nach Kryptowährungsdiebstahl durch gefälschte Spiele auf Steam festgenommen

Person nach Kryptowährungsdiebstahl durch gefälschte Spiele auf Steam festgenommen

Das FBI hat den 21-jährigen Zyaire Wilkins aus Florida festgenommen, weil er gefälschte Videospiele mit Schadsoftware auf der Plattform Steam veröffentlicht hatte, um die Kryptowährungs-Wallets der Nutzer zu leeren. Dieses kriminelle Schema gefährdete die persönlichen Daten und Gelder tausender Spieler, berichtet Techcrunch.com berichtet .

Laut Staatsanwaltschaft haben Wilkins und seine Komplizen in den letzten zwei Jahren mehrere Spiele im Steam-Store unter Titeln wie BlockBlasters, Dashverse, Lampy, Lunara und PirateFi veröffentlicht. Diese Spiele, die nach außen hin völlig legitim und sicher wirkten, installierten nach der Installation heimlich Viren auf den Computern der Nutzer und stahlen Passwörter sowie andere sensible Informationen.

Über 8.000 Opfer und hunderttausende Dollar Schaden

Den Ermittlungen des FBI zufolge wurden durch diese Schadsoftware insgesamt etwa 8.000 Nutzergeräte infiziert. Die Kriminellen verschafften sich Zugriff auf mindestens 80 Kryptowährungs-Wallets und erbeuteten insgesamt über 220.000 Dollar. Laut ixbt.com bewarb die Gruppe ihre "Produkte" aktiv in sozialen Netzwerken wie Discord, LinkedIn und Telegram.

Interessanterweise waren die Spiele so geschickt programmiert, dass die Nutzer sie herunterladen und problemlos spielen konnten. Dies sorgte dafür, dass der schädliche Code lange Zeit unentdeckt blieb. Valve, der Betreiber von Steam, bemerkte jedoch verdächtige Aktivitäten und entfernte PirateFi sowie einige andere Spiele im letzten Jahr von der Plattform.

Auf der Spur des Verbrechens: UberEats-Dienst führt zur Überführung

Ermittler nutzten moderne Technologien, um die Spur des Verbrechens zu verfolgen. Das FBI identifizierte ein spezielles Konto, über das die gestohlenen Kryptowährungen liefen, und verfolgte den Kauf von Geschenkkarten für Dienste wie UberEats. Eine Anfrage bei Uber ergab, dass diese Karten für Essenslieferungen an Adressen verwendet wurden, die mit Wilkins verknüpft waren, der online unter dem Pseudonym "Sibel.eth" bekannt ist.

Bei einer Hausdurchsuchung wurden Wilkins' MacBook, Smartphones und digitale Wallets beschlagnahmt. Gegen ihn und seine Komplizen wurde Anklage wegen Hacking und Betrug erhoben. Dieser Vorfall dient als ernste Warnung für Gamer und Kryptowährungsbesitzer, da selbst große Plattformen wie Steam keine 100-prozentige Sicherheit garantieren.

Experten raten Steam-Nutzern zur Vorsicht beim Herunterladen von Spielen unbekannter Entwickler und zur Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierungssystemen. Zudem empfehlen Cybersicherheitsexperten, keine Spiele über Links aus unbekannten Quellen herunterzuladen.

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