Gibt es geheime Atomwaffen im Weltraum? Wissenschaftler haben eine Antwort gefunden

Gibt es geheime Atomwaffen im Weltraum? Wissenschaftler haben eine Antwort gefunden

Die Sorge über die Möglichkeit versteckter Atomwaffen im Weltraum ist wieder in den Fokus gerückt. Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine neue Technologie vorgestellt, die es ermöglicht, auf Satelliten versteckte Atomwaffen aufzuspüren. Experten halten dies für die erste öffentlich bekannt gegebene Methode zur Ferninspektion von Massenvernichtungswaffen im All.

Es wird berichtet, dass gemäß dem Weltraumvertrag von 1967 die Stationierung von Atomwaffen in der Erdumlaufbahn verboten ist. Bisher gab es jedoch keine zuverlässige Möglichkeit, festzustellen, ob solche Waffen auf Satelliten vorhanden sind.

Die vom MIT-Wissenschaftler Areg Danagulyan vorgeschlagene Technologie gilt als Lösung für dieses Problem. Sein spezielles Sensorsystem nähert sich einem verdächtigen Satelliten aus sicherer Entfernung und registriert die von ihm ausgehenden radioaktiven Teilchen.

Der Studie zufolge kann ein großer Sensor nukleare Materialien mit einer Genauigkeit von 99 Prozent identifizieren, wenn er aus einer Entfernung von etwa 4 Kilometern eine Woche lang überwacht. Wird der Abstand auf 1000 Meter verkürzt oder werden mehrere kompakte Sensoren verwendet, kann sich die Inspektionszeit auf wenige Stunden verringern.

Das Gerät funktioniert durch die Erfassung von Neutronen, die von radioaktiven Elementen wie Uran und Plutonium emittiert werden. Der Wissenschaftler veröffentlichte seine Forschungsergebnisse in der renommierten Nature Fachzeitschrift.

Experten erinnern daran, dass nukleare Explosionen im Weltraum keine neue Bedrohung für die Menschheit darstellen. So testeten die USA 1962 einen thermonuklearen Sprengkopf mit einer Stärke von 1,4 Megatonnen im Orbit. Infolge dieses Experiments fielen mehrere Satelliten aus und es wurden starke Strahlungseffekte beobachtet.

Heute nehmen die Sorgen über ein Wettrüsten im Weltraum wieder zu. Insbesondere der Start des russischen Satelliten „Kosmos-2553“ im Jahr 2022 löste bei westlichen Staaten verschiedene Spekulationen aus. Einige US-Beamte schließen nicht aus, dass dieses Gerät in Zukunft zum Testen von nuklearen Anti-Satelliten-Technologien dienen könnte. Russland hat diese Vorwürfe offiziell nicht bestätigt.

Dr. Danagulyan betont, dass diese Technologie noch kein voll einsatzbereites System ist. Bisher hat er bewiesen, dass die Entwicklung solcher Detektoren wissenschaftlich möglich ist. In der nächsten Phase ist die Unterstützung durch Regierungen, wissenschaftliche Zentren und internationale Organisationen erforderlich, um das Projekt umzusetzen.

Experten sind der Meinung, dass die Technologie, sollte sie in die Praxis umgesetzt werden, ein wichtiges Instrument zur Stärkung der internationalen Kontrolle über die Weltraumbewaffnung und zum Aufbau von Vertrauen zwischen den Ländern werden könnte.

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