35,1 Milliarden Sum durch Steuer-App in Andijon veruntreut

In der Region Andijon wurde ein massiver Finanzbetrug und die illegale Aneignung von Staatsgeldern aufgedeckt. Eine Gruppe von Personen hat das Cashback-System der mobilen App „Soliq“ ausgenutzt, um 35,1 Milliarden Sum zu veruntreuen. Dies teilte die Abteilung zur Bekämpfung von Wirtschaftsdelikten bei der Generalstaatsanwaltschaft mit.
Wie funktionierte das ausgeklügelte „System“?
Während einer Voruntersuchung durch die Abteilung der Region Andijon wurden die Machenschaften der kriminellen Gruppe aufgedeckt. Es stellte sich heraus, dass 6 Bürger und ihre Komplizen konspirierten, um Scheinunternehmen zu betreiben. Sie gründeten mehrere Gesellschaften mit beschränkter Haftung (LLC) unter den Namen der Bürger O‘.Q. (3), N.Yu. (5) und R.X. (1).
Interessanterweise gab es zwischen diesen Firmen keinerlei tatsächliche Handels- oder Finanzbeziehungen. Dennoch stellten sie zwischen März und April 2026 gefälschte elektronische Rechnungen über Warenlieferungen im Wert von insgesamt 1,1 Billionen Sum aus. Anschließend erstellten sie Quittungen, die vorgaben, diese Waren seien an Bürger verkauft worden. Dadurch veruntreuten sie 35,1 Milliarden Sum an staatlichen Haushaltsmitteln, die als Cashback über die Konten von 100.458 Bürgern in der „Soliq“-App ausgezahlt wurden.
Nachlässigkeit der Steuerbeamten und rechtliche Konsequenzen
In diesem Fall sind nicht nur die Betrüger, sondern auch verantwortliche Beamte schuldig, die ihre Pflichten vernachlässigt haben. Es wurde festgestellt, dass zuständige Mitarbeiter der Steuerverwaltung der Region Andijon die Mehrwertsteuer-Zertifikate dieser Unternehmen nicht rechtzeitig stornierten, obwohl sie wussten, dass diese in kurzer Zeit verdächtige Rechnungen über 1,1 Billionen Sum ausgestellt hatten. Zudem meldeten sie diese verdächtigen Finanztransaktionen nicht an die Behörden.
Gegen die Täter wurden Strafverfahren nach mehreren schwerwiegenden Artikeln des Strafgesetzbuches eingeleitet:
Artikel 167 (Veruntreuung oder Unterschlagung);
Artikel 205 (Amtsmissbrauch);
Artikel 228 (Fälschung, Herstellung, Verkauf oder Verwendung von Dokumenten, Stempeln, Siegeln und Formularen).
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!Fazit: Alle gesammelten Unterlagen wurden an die Staatsanwaltschaft übergeben. Wer sich am Staatshaushalt und am Volksvermögen vergreift, wird sich vor dem Gesetz verantworten müssen. Die Ermittlungen dauern an.