4.000 Jahre alte mysteriöse chirurgische Spuren in Usbekistan entdeckt

4.000 Jahre alte mysteriöse chirurgische Spuren in Usbekistan entdeckt

Bei archäologischen Ausgrabungen in Usbekistan wurde ein seltener Fund gemacht, der Wissenschaftler in Erstaunen versetzte. Auf dem Schädel eines fünfjährigen Kindes aus der Bronzezeit wurden Spuren einer antiken chirurgischen Praxis entdeckt. Experten datierten den Fund auf ein Alter von etwa 4.000 Jahren.

Forscher sind der Ansicht, dass diese Entdeckung ein wichtiger Beweis für eine der ältesten chirurgischen Praktiken nicht nur in Zentralasien, sondern auf dem gesamten asiatischen Kontinent ist.

Seltener Fund in Dscharkutan entdeckt

Ein wissenschaftliches Team aus italienischen und usbekischen Gelehrten führte Ausgrabungen in der antiken Siedlung Dscharkutan in Nordbaktrien nahe der afghanischen Grenze durch. Dabei wurde das Skelett eines Kindes geborgen, das im Alter von etwa fünf Jahren verstorben war.

Interessanterweise wurde das Kind zusammen mit einem anderen kleinen Kind in demselben Grab bestattet. Archäologen datieren diese Grabstätte in das späte 3. Jahrtausend v. Chr.

Ein seltenes Beispiel antiker Medizin?

Untersuchungen ergaben Spuren einer Trepanation – also einer speziellen Methode der Schädelbohrung – am Schädel des Kindes. Wissenschaftler vermuten, dass dieser Eingriff möglicherweise mit Werkzeugen aus Stein oder Knochen durchgeführt wurde.

In der Antike wurden solche Praktiken wahrscheinlich zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt, darunter Epilepsie, starke Kopfschmerzen oder psychische Störungen. Zudem schließen einige Forscher nicht aus, dass solche Verfahren auch mit religiösen Ritualen verbunden gewesen sein könnten.

Eine Entdeckung, die Wissenschaftler erstaunte

Enrico Ascalone, Archäologe der Universität Salento und Leiter der Ausgrabungen, betonte, dass die Durchführung eines solch komplexen Eingriffs an einem kleinen Kind in Zentralasien vor 4.000 Jahren eine große Neuigkeit für die wissenschaftliche Gemeinschaft darstellt.

Experten heben besonders hervor, dass die Operation speziell an einem Kind durchgeführt wurde. Dies deutet darauf hin, dass in jener Epoche bereits spezifische Kenntnisse über menschliche Anatomie und Chirurgie vorhanden waren.

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Kamola Shuhratova
«ZAMIN.UZ» Redakteur

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