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Der Dokumentarfilm „Mr. Nobody Against Putin“ wurde mit einem Oscar ausgezeichnet

Der Dokumentarfilm „Mr. Nobody Against Putin“ wurde mit einem Oscar ausgezeichnet

Der Dokumentarfilm „Mr. Nobody against Putin“ (2025) von Pavel Talankin und David Borenstein, der die Militärpropaganda an russischen Schulen offen darstellt, wurde mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Die 98. Oscarverleihung fand im Dolby Theatre in Los Angeles, Kalifornien, statt.

Borenstein bezeichnete den Film als visuelles Dokument darüber, wie ein Land zerstört werden kann. Seiner Ansicht nach lässt sich anhand des Filmmaterials erkennen, wie die Stabilität eines Staates durch unzählige kleine, gemeinsame Aktionen zerstört werden kann. Doch selbst „Niemand“ ist möglicherweise nicht so schwach, wie er scheint, sondern stärker als erwartet.

Talankin rief das Publikum von der Bühne aus dazu auf, „alle Kriege zu beenden“. Er sagte, dass sie seit vier Jahren zum Himmel blicken und ihren größten Wunsch äußern. Doch in manchen Ländern erleben wir statt Sternen Bomben und Drohnen, die vom Himmel fallen. Er fordert Frieden und Sicherheit für zukünftige Generationen.

Das Hauptmaterial des Films besteht aus Videoaufnahmen, die ab Februar 2022 in Schulen der Stadt Karabash in der Region Tscheljabinsk entstanden sind. Talankin, der als Lehrer und Organisator tätig war, filmte verschiedene Mobilisierungsveranstaltungen, Wettbewerbe und offene Unterrichtsstunden. Im Sommer 2024 verließ er Russland und schnitt das Material gemeinsam mit dem amerikanischen Regisseur Borenstein.

Der Film feierte am 25. Januar 2025 auf dem Sundance Film Festival in den USA Premiere und gewann den Spezialpreis der Jury. Am 22. Februar wurde er außerdem bei der 79. BAFTA-Verleihung in London als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.

In einem Interview mit der DW schilderte Talankin seine Erfahrungen mit der Schulpädagogik und dem vom Krieg geprägten Schulklima. Er analysierte die Vorgaben des Bildungsministeriums sowie die Veränderungen in Rhetorik und Atmosphäre an den Schulen in den vergangenen vier Jahren.

Der Film wurde nicht nur als historisches Dokument, sondern auch als kreatives Werk gewürdigt, das die Bedeutung der Beendigung aller Kriege und der Wahrung des Friedens zwischen den Ländern vermittelt.

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