Montella: "Solch ein Pech passiert einmal in 50 Spielen, ich beschuldige niemanden"

Montella: "Solch ein Pech passiert einmal in 50 Spielen, ich beschuldige niemanden"

Nach der Niederlage (0:1) der türkischen Nationalmannschaft gegen Paraguay in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2026 und dem frühen Ausscheiden aus dem Turnier äußerte sich der Cheftrainer Vincenzo Montella zu der Situation. Der italienische Spezialist versuchte, die Gründe für das Scheitern zu erklären, und verteidigte seine unter Kritik stehenden Spieler vollumfänglich.

Zahlen sind da, Ergebnisse nicht: "65 Schüsse und ein Spiel des Schicksals"

Laut Montella war die türkische Nationalmannschaft spielerisch den Gegnern keineswegs unterlegen, doch das Glück im Fußball hat ihnen komplett gefehlt.

Statement von Vincenzo Montella:

"Es tut mir sehr leid; von der Türkei wurden hohe Ergebnisse erwartet. Wir hatten selbst große Hoffnungen. Es tut mir auch für den türkischen Fußballverband leid. Ich weiß, wie hart unsere Spieler gearbeitet haben. Eine solche Situation passiert normalerweise einmal in 50 Spielen. In zwei Spielen hatten wir fast 65 Schüsse. Ich möchte nicht einmal über den Ballbesitz sprechen. Das Glück war nicht auf unserer Seite. Ich sagte den Spielern: 'Ihr habt alles gegeben. Man kann dem Schicksal nicht entkommen'."

Position des Trainers: Keine Suche nach Schuldigen

Trotz der scharfen Kritik der Medien und Fans betonte der Cheftrainer, dass er nicht beabsichtigt, einen einzelnen Spieler für die Niederlage verantwortlich zu machen:

  • Einsatz steht an erster Stelle: "Ich sage nicht 'dieser Spieler hätte mehr arbeiten müssen' oder 'jener hätte besser spielen können'. Ich schaue immer auf den Einsatz des Spielers."

  • Sie haben mit Leidenschaft gespielt: "Sie alle haben gekämpft und große Leidenschaft gezeigt. Jeder hat hart gearbeitet und mit Herz gespielt, aber leider kam kein Ergebnis dabei heraus. Es ist einfach, eine Person herauszugreifen und zu kritisieren. Es gibt keinen Grund, jemanden zu beschuldigen."

Psychologische Barriere und systemisches Problem

Der italienische Spezialist ging auch auf ein strategisches Problem ein, das für die Zukunft des türkischen Fußballs entscheidend ist. Seiner Meinung nach muss die Teilnahme an Weltmeisterschaften zur Gewohnheit für die Nationalmannschaft werden, um Erfolg zu haben.

  • Kontinuität ist notwendig: Die türkische Nationalmannschaft muss ein System etablieren, um regelmäßig an großen Turnieren und Weltmeisterschaften teilzunehmen.

  • Die mentale Barriere: Die mangelnde regelmäßige Teilnahme schafft eine psychologische Barriere im Bewusstsein der Spieler. Die Nationalmannschaft muss diese unangenehme Tradition durchbrechen.

Vincenzo Montella verbarg nicht, dass er sehr enttäuscht war, fügte jedoch hinzu, dass sie alles getan hätten, was in ihrer Macht stand. Obwohl das letzte Spiel des 3. Spieltags gegen den Gastgeber USA turniertechnisch nichts mehr ändert, ist es für das Ansehen des Teams und die Fans von großer Bedeutung.

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