Fabio Cannavaro trifft eine harte Entscheidung: Die Nationalmannschaft wird verjüngt

Fabio Cannavaro trifft eine harte Entscheidung: Die Nationalmannschaft wird verjüngt

Das Auswahlverfahren in der usbekischen Nationalmannschaft wird sich grundlegend ändern. Cheftrainer Fabio Cannavaro erklärte, dass künftig die aktuelle Form eines Spielers und nicht frühere Verdienste oder sein Ruf das entscheidende Kriterium sein wird.

Der italienische Trainer räumte ein, dass er bei der Kadernominierung für die Weltmeisterschaft einigen erfahrenen Spielern aufgrund ihrer früheren Leistungen Chancen gegeben habe. Nun soll die Nationalmannschaft verjüngt, neue Namen getestet und sogar Talenten im Alter von 17 Jahren die Tür geöffnet werden.

„Das war eine besondere Lehre für mich“

Cannavaro machte auf der Pressekonferenz keinen Hehl daraus, dass seine WM-Erfahrung seinen Ansatz bei der Spielerauswahl verändert hat.

„Von nun an werde ich Spieler nicht mehr aufgrund ihrer früheren Verdienste in den Kader berufen. Das war eine besondere Lehre für mich.“

Laut dem Trainer wurden bei der Zusammenstellung des WM-Kaders die Verdienste vieler Spieler berücksichtigt, die in der Qualifikation einen großen Beitrag geleistet hatten.

Diese Entscheidung beruhte in gewisser Weise auf dem Prinzip der Gerechtigkeit innerhalb der Mannschaft. Die Spieler, die an der historischen Qualifikation beteiligt waren, galten als würdig, bei der Weltmeisterschaft aufzulaufen.

Das Ergebnis des großen Turniers zeigte Cannavaro jedoch, dass frühere Verdienste und die aktuelle sportliche Form nicht immer übereinstimmen.

„Ich hatte beschlossen, viele Spieler aufgrund ihrer Verdienste in der WM-Qualifikation mitzunehmen. Jetzt beginnen wir mit der Verjüngung der Nationalmannschaft.“

Damit kritisierte der Trainer offen einige seiner Entscheidungen für die Weltmeisterschaft und kündigte an, bei künftigen Turnieren einen anderen Weg einzuschlagen.

Kein Spieler hat einen Stammplatz garantiert

Cannavaros neuer Ansatz bedeutet nicht, dass erfahrene Spieler der Nationalmannschaft automatisch außen vor bleiben. Ihre früheren Leistungen reichen jedoch nicht mehr als Garantie für eine weitere Nominierung aus.

Bei einem Spieler werden:

— regelmäßige Einsätze im Verein;
— körperliche Verfassung;
— Leistungen in den jüngsten Spielen;
— Eignung für die taktischen Anforderungen des Trainers;
— Einstellung im Training voraussichtlich zu den wichtigsten Kriterien.

Das bedeutet, dass der Konkurrenzkampf vor jedem Lehrgang neu beginnt. Der gestrige Leistungsträger muss seinen Platz heute erneut beweisen, während ein bislang nicht nominierter Spieler durch starke Leistungen eine Chance erhalten kann.

Schon vor der Weltmeisterschaft hatte Cannavaro erklärt, dass er Spieler nicht nach ihrem Alter, sondern nach ihren Leistungen auf dem Platz beurteilen werde. Auf der offiziellen Pressekonferenz des usbekischen Fußballverbands betonte er, Spieler nominiert zu haben, die er für geeignet hielt und die ihn überzeugen konnten.

Seine neue Aussage zeigt, dass dieses Prinzip künftig noch konsequenter angewendet wird.

Der geschlossene Kreis wird erweitert

Cannavaro äußerte sich auch kritisch zu dem über viele Jahre gewachsenen Auswahlverfahren in der Nationalmannschaft.

„Früher wurden 22 oder 23 Spieler für die Nationalmannschaft ausgewählt und die Lehrgänge mit diesem Kader durchgeführt. Andere Spieler hatten kaum eine Chance, für die Nationalmannschaft zu spielen.“

Ein solches Vorgehen kann das Zusammenspiel unter den Spielern der Startelf verbessern. Bleibt der Auswahlkreis jedoch lange unverändert, schließt sich die Tür zur Nationalmannschaft für neue Spieler, die in der heimischen Liga gute Leistungen zeigen.

Ein geringerer Konkurrenzkampf kann den Eindruck erwecken, dass die Plätze der Stammspieler garantiert sind. Genau dieses Umfeld versucht Cannavaro zu verändern.

Vor der Weltmeisterschaft prüfte er eine erweiterte Gruppe von 40 Spielern und reduzierte sie anschließend auf 30. Auch FIFA-Daten vermerkten, dass neben erfahrenen Führungsspielern auch jugendliche Talente berücksichtigt wurden.

Nun könnte eine solch breite Auswahl zu einer dauerhaften Arbeitsweise und nicht nur zu einem einmaligen Experiment werden.

„Selbst wenn er 17 Jahre alt ist“

Cannavaros wichtigstes Versprechen bezog sich auf Chancen für junge Spieler.

„Meine Sichtweise ist anders. Ich gebe jedem eine Chance, selbst wenn er 17 Jahre alt ist.“

Diese Aussage bedeutet, dass das Alter im Pass kein Hindernis für eine Nominierung zur Nationalmannschaft sein wird. Kann ein junger Spieler das Trainerteam in der Super League oder bei Jugendwettbewerben überzeugen, kann er bei einem Lehrgang der A-Nationalmannschaft getestet werden.

Die Verjüngung besteht jedoch nicht nur darin, erfahrene Spieler durch jüngere zu ersetzen. Entscheidend ist, Spieler zu finden, die bereit für den Konkurrenzkampf sind, mit hohem Tempo spielen können und dem Druck auf internationalem Niveau standhalten.

Wer einem jungen Spieler eine Chance gibt, muss zugleich ein gewisses Maß an Geduld mit seinen Fehlern aufbringen. Andernfalls führt das Aussortieren eines einmal nominierten Spielers nach einer einzigen schwachen Partie nicht zu einer echten Erneuerung.

Für den Asien-Cup wird eine neue Mannschaft aufgebaut

Die Verjüngung der Nationalmannschaft beginnt gleichzeitig mit Cannavaros taktischen Veränderungen. Der Trainer hatte zuvor angekündigt, Usbekistan auf eine Viererkette und ein 4-3-3-System umzustellen.

Dafür braucht es nicht nur jüngere Spieler, sondern auch Akteure, die den Anforderungen des neuen Systems entsprechen. Auf den Flügeln sind Schnelligkeit, im Zentrum hohe Intensität und nach Ballverlusten sofortiges Pressing gefragt.

Daher könnten bei den nächsten Lehrgängen mehr neue Namen im Kader auftauchen, während einige langjährige Nationalspieler ohne Nominierung bleiben könnten.

Cannavaro steht vor keiner einfachen Aufgabe: Einerseits muss er den Generationenwechsel steuern, andererseits beim Asien-Cup ein starkes Ergebnis erzielen.

Wurden für die Weltmeisterschaft noch die Verdienste der Spieler von gestern berücksichtigt, wird der nächste Kader durch ihre Leistungen von heute bestimmt. In Cannavaros neuer Politik zählen Form statt Name und Vorbereitung statt Alter. Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren und teilen Sie den Artikel über Telegram oder andere soziale Netzwerke mit Sportfans!

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