Cannavaro wendet sich an die Medien: „Vor der Kamera zu sprechen, ist einfach …“

Uzbekistans Nationaltrainer Fabio Cannavaro wandte sich am Ende der Pressekonferenz direkt an die Journalisten. Der italienische Coach erklärte, dass er mit einigen Berichten über seine Arbeit unzufrieden sei, und betonte, dass die Beziehungen auf gegenseitigem Respekt beruhen müssten.
Cannavaro wies insbesondere die Behauptungen zurück, er habe sich von der Mannschaft entfernt und sei nach der Weltmeisterschaft sofort zur Erholung nach Italien gereist. Seiner Aussage zufolge seien einige Journalisten, die ihn am stärksten kritisiert hätten, nicht zur Pressekonferenz gekommen und hätten ihre Fragen nicht direkt gestellt.
„Ich respektiere euch“
Cannavaro begann seine Ansprache mit dem wichtigsten Konzept in der Beziehung zwischen einem Journalisten und einem Trainer: Respekt.
„Meiner Meinung nach ist Respekt das Wichtigste. Ich respektiere euch als Journalisten und erwarte von euch denselben Respekt.“
Der Nationaltrainer in Usbekistan sagte, dass er unermüdlich arbeite. Sein Hauptziel sei es, den Spielern zu helfen und die Nationalmannschaft weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig erklärte er, dass einige Ereignisse zuletzt verbreitet worden seien, ohne sie vollständig zu prüfen oder die Position des Trainers einzuholen.
„Ich arbeite hier unermüdlich und möchte den Spielern helfen. Trotzdem werden unter Journalisten sehr viele falsche Informationen verbreitet.“
Cannavaro zählte die Berichte, auf die er sich bezog, nicht einzeln auf. Fragen zu seinem Gehalt, seiner Reise nach Italien, seiner Arbeit mit der Mannschaft und seinen Plänen nach der Weltmeisterschaft bildeten jedoch den Hauptteil der Diskussion bei der Pressekonferenz.
„Vor einer Kamera zu sitzen und zu reden, ist sehr einfach“
Der italienische Coach erklärte, dass er nicht grundsätzlich gegen Kritik sei, aber erwarte, dass Fragen offen und direkt gestellt würden.
Seinen Angaben zufolge nahmen einige Journalisten, die sich in sozialen Netzwerken oder Sendungen am stärksten geäußert hatten, nicht an der Pressekonferenz teil.
„Die Journalisten, die am meisten reden, konnten nicht die Kraft aufbringen, zur Pressekonferenz zu kommen. Denn vor einer Kamera zu sitzen und zu reden, ist sehr einfach. Aber mir diese Fragen hier zu stellen – das ist nicht jedermanns Sache.“
Diese Worte waren der zugespitzteste Teil der Pressekonferenz. Cannavaro forderte von den Journalisten nicht, die Kritik einzustellen, sondern ihn zu befragen und seine Antworten anzuhören.
Der wichtigste Einwand des Trainers richtete sich nicht gegen negative Meinungen an sich, sondern dagegen, dass einige Schlussfolgerungen über ihn verbreitet wurden, ohne seine Position einzuholen.
Antwort auf Berichte über seine Reise nach Italien
Cannavaro wies erneut die Behauptungen zurück, er habe die Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft verlassen.
„Ich bin nirgendwohin geflohen. Ich war bis zum Ende der Weltmeisterschaft bei der Nationalmannschaft. Vier Monate lang haben wir mit der Mannschaft gearbeitet und Trainingslager abgehalten.“
Er erklärte, dass der Trainerstab vor der Weltmeisterschaft eine lange Vorbereitungsphase absolviert habe. Bei einer früheren offiziellen Pressekonferenz hatte Cannavaro zudem gesagt, dass die Mitglieder des Stabs die Spieler regelmäßig beobachtet und an der Verbesserung der körperlichen Verfassung der Mannschaft gearbeitet hätten.
Der Trainer erklärte, dass er erst nach dem Ende der Weltmeisterschaft nach Hause gegangen sei, um Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Mit einem Scherz erklärte er die Situation und sagte, auch seine Ehefrau habe sich darüber beschwert, dass er so lange bei der Arbeit gewesen sei.
„Deshalb kann ich scherzhaft sagen, dass sich auch meine Ehefrau darüber beschwert hat. Daher musste ich wenigstens einen Monat zu Hause verbringen.“
Laut Cannavaro bedeutete diese Pause nicht, dass er die usbekische Nationalmannschaft aufgegeben oder beschlossen habe, seinen Vertrag zu beenden.
Die Tür für Kritik bleibt offen
Während der Pressekonferenz beantwortete Cannavaro die Fragen der Journalisten und betonte, dass Vorschläge und Einwände zu seiner Arbeit über den usbekischen Fußballverband weitergeleitet werden könnten.
„Ich denke, ich habe alle Fragen beantwortet. Wenn ihr weitere Fragen oder Vorschläge habt, könnt ihr euch an den UFA wenden.“
Der Trainer entschuldigte sich dafür, dass sich die Pressekonferenz in die Länge gezogen hatte. Ihre lange Dauer zeigte jedoch auch, wie viele Fragen sich angesammelt hatten und wie stark die Diskussionen rund um die Nationalmannschaft zugenommen hatten.
Nach den Ergebnissen bei der Weltmeisterschaft ist es natürlich, dass die Entscheidungen des Nationaltrainers, seine Spielerauswahl, seine Arbeitsweise und sein Vertrag im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses bleiben. Auch Cannavaro ist nicht von Kritik ausgenommen. Gleichzeitig muss jede scharfe Behauptung durch die Position des Trainers und überprüfte Fakten ausgewogen werden.
Cannavaro hat eine zentrale Forderung
Während der Pressekonferenz wurden verschiedene Fragen zu Taktik, Aufstellung, Gehalt und Zukunftsplänen gestellt. Doch Cannavaros abschließende Ansprache führte alle Themen auf einen Punkt zusammen.
„Zum Schluss möchte ich euch noch einmal um gegenseitigen Respekt bitten. Vielen Dank an alle!“
Der italienische Coach bat die Journalisten weder darum, ihn zu loben, noch darum, auf Kritik zu verzichten. Seine Forderung war klar: Fragen offen stellen, Informationen überprüfen und ihm das Recht auf eine Antwort lassen.
Nun wird wichtiger sein als Cannavaros scharfe Worte an die Medien, inwieweit dieser offene Dialog das Informationsumfeld rund um die Nationalmannschaft verändern kann. Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren und teilen Sie den Artikel auf Telegram oder anderen sozialen Netzwerken mit Sportfans!


















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