Robinhood startet Fonds für Investitionen in Y Combinator Startups

Robinhood startet Fonds für Investitionen in Y Combinator Startups

Die bekannte US-Investitionsplattform Robinhood hat ein neues Finanzinstrument vorgestellt, mit dem normale Anleger in Startups des weltbekannten Accelerators Y Combinator investieren können. Laut Reuters soll der Robinhood Venture Fund II (RVII) genannte Fonds am 13. August dieses Jahres öffentlich gehandelt werden, mit einem Startpreis von 25 US-Dollar pro Aktie. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .

Der neue Fonds plant, bis zu 200 Millionen US-Dollar einzusammeln, indem er in Startups investiert, deren Gründer an Y-Combinator-Programmen teilgenommen haben oder derzeit teilnehmen. Allerdings müssen diese Startups dem Verkauf ihrer Anteile zustimmen. Zwar können gewöhnliche Kleinanleger Anteile dieses Fonds erwerben, sie erhalten jedoch keine direkte Beteiligung an den Startups selbst.

Fondsaktivitäten und Provisionen

Anleger können Fondsanteile frei handeln, aber es bleibt unklar, wie viel Gewinn erzielt wird, wenn Y-Combinator-Unternehmen große Erfolge erzielen. Der Fonds beabsichtigt, das im Venture-Markt übliche 2/20-Gebührenmodell anzuwenden. Das Unternehmen gab an, dass eine Robinhood-Tochtergesellschaft eine Verwaltungsgebühr von 2 % des Nettogewinns sowie zusätzliche Kosten einzieht, wodurch sich die Gesamtprovision auf etwas über 4 % beläuft.

Zudem zahlt der Fonds der Robinhood-Tochter eine Gewinnbeteiligung ("Carried Interest" bzw. Carry) von 20 %. Das heißt, wenn Y-Combinator-Unternehmen so erfolgreich sind, dass sie dem Fonds Rendite bringen, erhält diese Tochtergesellschaft ein Fünftel des erzielten Gewinns. Im Gegensatz zu traditionellen Venture-Fonds hat RVII jedoch keine feste Laufzeit für die Rückzahlung von Restgewinnen an die Anleger; die sonst übliche 10-jährige Frist ist hier nicht vorgesehen.

Bisherige Erfahrungen und Risiken

Der Fonds verspricht keine regelmäßigen Dividendenausschüttungen in Form von Bargeld, sodass sich Anleger hauptsächlich auf Kursgewinne der Fondsanteile verlassen. Laut ixbt.com wird der Robinhood Ventures Fund I (NYSE: RVI), der zum Kauf von Aktien großer privater Unternehmen wie Databricks, Mercor und OpenAI aufgelegt wurde, ebenfalls über seinem IPO-Preis von 21 US-Dollar gehandelt. Risiken gibt es jedoch: Die im Mai über 56 US-Dollar teure RVI-Aktie wird aktuell bei rund 28 US-Dollar bewertet.

Robinhood war zuvor bereits wegen Versuchen kritisiert worden, Namen wertvoller privater Unternehmen mit Finanzprodukten zu verknüpfen. Beispielsweise verkaufte das Unternehmen 2025 Krypto-Assets, die als tokenisierte Aktien von OpenAI und SpaceX präsentiert wurden, woraufhin OpenAI dies kritisierte und erklärte, nicht am Geschäft beteiligt zu sein und dass die Token keinerlei echte Beteiligung darstellen.

Im Gegensatz zu diesem Krypto-Produkt funktioniert der neue RVII-Fonds jedoch ähnlich wie eine Zweckgesellschaft und kauft echte Aktien. Dies gilt als der nächste Finanzschritt im Silicon-Valley-Stil für diejenigen, die gestützt auf das Ansehen von Y Combinator investieren möchten.

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