Historisches Comeback aus Frankreich: 76 Ballkontakte und eine 13-Minuten-Show

Historisches Comeback aus Frankreich: 76 Ballkontakte und eine 13-Minuten-Show

Die französische Nationalmannschaft zeigte im Nations-League-Spiel gegen Belgien echten Kampfgeist. Die „Équipe Tricolore“ drehte die schwierige Partie in Paris nach einem Rückstand noch zu einem 4:1-Sieg.

Das Endergebnis spiegelt jedoch nicht die gesamte Spieldynamik wider. Belgien ging in der 35. Minute durch Lukebakio in Führung und lag lange Zeit auf Siegkurs. Frankreich drehte erst ab der 77. Minute richtig auf und erzielte in der verbleibenden Zeit vier Tore.

Alles änderte sich in 13 Minuten

Das Comeback Frankreichs begann in der 77. Minute.

Der eingewechselte Désiré Doué glich mit einem präzisen Distanzschuss aus. Vier Minuten später brachte der ebenfalls eingewechselte Rayan Cherki Frankreich in Führung.

Michael Olise hatte an diesem Treffer maßgeblichen Anteil.

Die Schlussminuten der Partie wurden zur persönlichen Gala von Olise. Der Bayern-Profi erhöhte in der 88. Minute auf 3:1 und setzte in der 90.+1 Minute mit seinem Doppelpack den Schlusspunkt unter den deutlichen Sieg Frankreichs.

Interessanterweise fielen alle vier Tore Frankreichs in den letzten 13 Minuten des Spiels. Laut Opta-Daten ist es in der Geschichte der Nationalmannschaft äußerst selten, dass innerhalb von weniger als 15 Minuten vier Tore erzielt werden.

Frankreich stellt Rekord im gegnerischen Strafraum auf

Der Druck Frankreichs in der zweiten Halbzeit lässt sich auch in Zahlen belegen.

Laut Opta-Statistik hatten die französischen Spieler im Strafraum von Belgien 76 Ballkontakte. Dies ist ein absoluter Rekord für die französische Nationalmannschaft, seit diese Statistik erfasst wird.

Zum Vergleich: Die belgischen Spieler hatten im Strafraum Frankreichs nur 8 Ballkontakte. insgesamt.

Insgesamt gab Frankreich 23 Schüsse ab, während Belgien nur auf 5 kam. Auch beim Ballbesitz dominierten die Gastgeber deutlich – 66 zu 34 Prozent.

Daher ist der Sieg Frankreichs kein Zufallsprodukt. Das Team setzte die gegnerische Abwehr über weite Strecken unter Druck und konnte diese Überlegenheit am Ende in Tore ummünzen.

Die Einwechselspieler veränderten das Spiel

Auch die Entscheidungen von Zinédine Zidane spielten eine wichtige Rolle beim Comeback Frankreichs.

Nachdem Désiré Doué, Rayan Cherki und Michael Olise eingewechselt wurden, änderte sich das Gesicht des französischen Angriffs komplett. Alle drei Spieler waren direkt an den Toren beteiligt.

Besonders die Effizienz von Olise war bemerkenswert. Nach seiner Einwechslung erzielte er zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Doué erzielte selbst ein Tor und lieferte zwei Vorlagen für Olise.

Auf diese Weise wurden die Einwechselspieler Frankreichs zur spielentscheidenden Kraft.

Frankreich unter Zidane auf Erfolgskurs

Der Sieg gegen Belgien war der erste Heimsieg für Zinédine Zidane als Cheftrainer der französischen Nationalmannschaft. Sein Team ist in der Nations League noch ungeschlagen.

Frankreich führt nach vier Spieltagen mit 10 Punkten die Gruppe 1 der Liga A an.

Die Situation in der Gruppe stellt sich wie folgt dar:

Team

Punkte

Frankreich

10

Italien

7

Belgien

6

Türkei

0

Italien besiegte die Türkei am 4. Spieltag mit 3:1 und kletterte auf den zweiten Platz. Belgien liegt mit 6 Punkten auf dem dritten Rang, während die Türkei noch ohne Punkt am Tabellenende steht.

Das neue Gesicht Frankreichs

In der Anfangsphase der Ära Zidane wirkt Frankreich noch nicht perfekt. Über weite Strecken des Spiels gegen Belgien fehlte es dem Team an Präzision im Angriff.

Doch das Wichtigste ist: Das Team gab sich in einer schwierigen Situation nicht auf.

Nach einem 0:1-Rückstand schnürte Frankreich den Gegner in den letzten Minuten komplett in dessen Strafraum ein. Das Ergebnis waren vier Tore in 13 Minuten.

Dieses Resultat zeigte nicht nur das individuelle Talent Frankreichs, sondern auch die Tiefe des Kaders und die Fähigkeit, das Spielgeschehen zu drehen.

76 Ballkontakte – ein Rekord. 23 Schüsse – purer Druck. 13 Minuten – vier Tore. 4:1 – ein wichtiger Sieg unter Zidane.

Frankreich festigte damit die Tabellenführung in der Nations League und erlebte einen der beeindruckendsten Abende unter dem neuen Trainer.

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