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Startup Patina reformiert die Parfümindustrie, die sich seit einem halben Jahrhundert nicht verändert hat

Startup Patina reformiert die Parfümindustrie, die sich seit einem halben Jahrhundert nicht verändert hat

Das Fragrance-Tech-Startup Patina gab bekannt, dass es 2 Millionen Dollar an Investitionen von Geldgebern wie Betaworks und True Ventures erhalten hat. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Duftmoleküle mittels fortschrittlichem molekularem Design, Machine Learning und Duftforschungstechnologien. Derzeit werden die meisten Duftmoleküle für Konsumgüter von einer Handvoll Labore hergestellt; Patina will diese Branche, die seit einem halben Jahrhundert keine Innovationen mehr gesehen hat, grundlegend verändern. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.

Das Unternehmen wurde von Sean Raspet und Laura Sisson gegründet. Raspet ist ein Parfümeur mit Interesse an menschlichen Sinnesorganen, während Sisson eine Expertin aus den Bereichen Lebensmittel- und Softwaretechnik ist. Sie lernten sich 2024 in einer Galerie für Duftkunst in New York kennen und begannen kurz darauf mit der Entwicklung eines grundlegenden Modells namens Sense1, das ein Verständnis von Düften auf biologischer Ebene ermöglicht. Dieses Modell simuliert Geruchsrezeptoren in der Nase und dient dazu, den ersten universellen Code für Geruch und Geschmack zu erstellen.

Derzeit verwenden Forscher vage Begriffe wie „blumig“ oder „holzig“, um Düfte zu beschreiben, was in verschiedenen Sprachen und Regionen zu Missverständnissen führt. Durch die Arbeit auf Rezeptorebene ist Patina in der Lage, Moleküle zu erschaffen, die bisher nicht existierten, und die seltensten natürlichen Inhaltsstoffe der Welt nachzubilden. Das Startup verhandelt bereits mit großen Parfümhäusern und Modemarken über die Kreation maßgeschneiderter Düfte.

In einer Zeit, in der die Produktion natürlicher Inhaltsstoffe wie Rosenöl immer schwieriger und teurer wird, könnten die von Patina angebotenen synthetischen Alternativen eine Lösung sein. Diese Moleküle benötigen keine Pflanzenextrakte und verbrauchen bei der Herstellung deutlich weniger Wasser und petrochemische Produkte. Dies reduziert die Umweltbelastung und sorgt für Nachhaltigkeit.

Die KI-Technologie hat den Prozess der Duftkreation verbilligt und beschleunigt. Was früher Jahre dauerte, wird nun in wenigen Wochen umgesetzt. Kleine Unternehmen wie Patina zielen darauf ab, geistiges Eigentum zu schützen und Parfümeuren dabei zu helfen, ihre eigenen einzigartigen Stile zu entwickeln. Der Wettbewerb in diesem Bereich verschärft sich durch Startups wie Osmo sowie Giganten wie Givaudan und Symrise.

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