Eine neue Ära der Weltraumforschung: Ultra-schwarze Beschichtung für Satelliten entwickelt

Wissenschaftler der University of Surrey in Großbritannien haben einen effektiven Weg gefunden, das Problem der Satellitenhelligkeit zu lösen, das zu einem ernsthaften Hindernis für die Weltraumforschung geworden ist. Die Forscher testeten eine ultra-schwarze Beschichtung namens Vantablack 310 und bewiesen, dass sie Geräte im Orbit für bodengestützte Teleskope nahezu unsichtbar machen kann. Es wird erwartet, dass diese Entdeckung die negativen Auswirkungen der Millionen neuen Satelliten, deren Start in den kommenden Jahren geplant ist, auf astronomische Beobachtungen drastisch reduziert. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.
Derzeit ist die rasante Zunahme der Satellitenanzahl im Erdorbit zu einer der größten Bedrohungen für die moderne Astronomie geworden. Aktuellen Projekten zufolge könnten in naher Zukunft mehr als 1,7 Millionen Geräte in den Orbit gebracht werden. Das von den Metalloberflächen der Satelliten reflektierte Sonnenlicht erzeugt helle Streifen und Blitze auf den von Teleskopen aufgenommenen Bildern. Dies behindert die Erkennung lichtschwacher Objekte wie ferner Galaxien, Asteroiden und Supernovae.
Fähigkeiten der Vantablack 310-Technologie
Laut einer im Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlichten Studie reflektiert das von Surrey NanoSystems entwickelte Material Vantablack 310 nur 2 Prozent des einfallenden Lichts. Mithilfe von Laborexperimenten und Computermodellen analysierten die Wissenschaftler, wie ein mit diesem Material beschichteter Satellit von der Erde aus aussehen würde. Die Ergebnisse zeigten, dass die Helligkeit des Geräts auf das von der Internationalen Astronomischen Union empfohlene Mindestmaß reduziert werden kann.Ein weiterer wichtiger Vorteil dieser Technologie ist, dass sie das reflektierte Licht gleichmäßig in alle Richtungen streut. Dies verhindert die scharfen und hellen Blitze, die auf herkömmlichen Metalloberflächen beobachtet werden. Die leitende Forscherin Astha Chaturvedi betonte, dass der Nachthimmel das wichtigste Instrument zur Erforschung des Universums bleibt, seine Beobachtung jedoch immer schwieriger wird. Die neue technische Lösung ermöglicht es, das Problem zu lösen, ohne das Design der Satelliten grundlegend zu ändern.
Laut der Astrophysikerin Noelia Noël sollte dieses Thema nicht nur professionelle Astronomen beunruhigen, sondern jeden, der das natürliche Erscheinungsbild des Nachthimmels bewahren möchte. Diese Studie war ein wichtiger Schritt von der bloßen Feststellung des Problems hin zur Phase praktischer Lösungen. Laut Ixbt.com planen die Wissenschaftler nun, diese Beschichtung unter realen Weltraumbedingungen zu testen.
Bevorstehende Tests im Weltraum
Die nächste Phase des Projekts besteht darin, die Vantablack 310-Beschichtung auf dem Satelliten Jovian-1 anzubringen und ihn in den Orbit zu starten. Diese Mission, die in Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Surrey, Portsmouth und Southampton durchgeführt wird, testet die Widerstandsfähigkeit des Materials unter den extremen Bedingungen des Weltraums. Zudem wird gemessen, wie signifikant die Änderung der Satellitenhelligkeit über Bodenstationen ist.Wenn die Tests im Weltraum erfolgreich sind, könnten ultra-schwarze Materialien zu einer Standardlösung für alle zukünftigen Satellitenkonstellationen werden. Dies würde die Entwicklung der Grundlagenforschung neben globalen Internetprojekten von Unternehmen wie SpaceX, Amazon und anderen ermöglichen. Diese Nachricht ist auch für Amateurastronomen und Experten wichtig, da die Klarheit des Nachthimmels die Qualität wissenschaftlicher Beobachtungen direkt beeinflusst.

















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