Magnetstürme können Navigationsgenauigkeit um bis zu 50 % verringern

Magnetstürme können Navigationsgenauigkeit um bis zu 50 % verringern

Anton Tjutjukow, Forscher an der Nationalen Forschungs-Polytechnischen Universität Perm, untersuchte den Einfluss geomagnetischer Stürme auf Satellitennavigationssysteme. Laut der Studie verschlechtert sich die Messgenauigkeit in solchen Zeiträumen erheblich, und in einigen Fällen kann die Fehlerrate um bis zu 50 % steigen. Ixbt.com berichtet .

Für normale Nutzer sinkt beispielsweise die Genauigkeit der Koordinatenbestimmung in Smartphone-Karten um 14 %. Das größte Problem zeigt sich jedoch in unerwarteten Sprüngen: Die chaotische Bewegung des Navigationsmarkers von einem Punkt zum anderen nimmt um 33 % bis 50 % zu. Dies führt dazu, dass der Navigator einen Standort auf der anderen Straßenseite oder im falschen Gebäudeflügel anzeigt.

Geomagnetische Schwankungen verursachen ernsthafte Probleme, insbesondere bei der Höhenbestimmung. Dieser Parameter ist für Geodäten, Bauherren und Vermesser von entscheidender Bedeutung. Laut der Studie steigen Höhenmessfehler während Magnetstürmen um 20 %, was zu kritischen Fehlern beim Gießen von Fundamenten oder der Montage von Konstruktionen führen kann.

Der durchschnittliche Fehler bei der Bestimmung der Standortkoordinaten steigt um 23,5 %, und die Streuung der Ergebnisse erreicht 50 %. Dies bedeutet, dass die tatsächliche Position des Objekts um Dutzende Zentimeter vom berechneten Punkt abweicht. Solche Abweichungen gelten bei Bau- und Überwachungsarbeiten, die eine hochpräzise Satellitennavigation erfordern, als gefährlich.

Während der Studie wurde auch ein unerwarteter Effekt festgestellt: An ruhigen Tagen werden starke Fehlfunktionen an mehr Stationen beobachtet, aber an Sturmtagen ist der durchschnittliche Fehlerwert viel höher. Es wird vermutet, dass die globale Störung des geomagnetischen Feldes die allgemeine Rauschstatistik verändert und lokale Fehlerquellen scheinbar unterdrückt.

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Abror Shuhratov
«ZAMIN.UZ» Redakteur

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