Juno testet Detonationsmotor für Satelliten

Das US-amerikanische Unternehmen Juno Propulsion hat Investitionen in Höhe von 1,4 Millionen US-Dollar eingeworben, um die Entwicklung einer neuen Art von Motor für Satelliten abzuschließen – des Rotating Detonation Engine (RDE). Diese Mittel sollen helfen, das Gerät bis zu den ersten orbitalen Tests im ersten Quartal 2027 einsatzbereit zu machen. Das Hauptprojekt mit dem Namen Iris soll als Nutzlast auf der Momentus-Plattform ins All gestartet werden. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten .
Rotierende Detonationsmotoren gelten als einer der vielversprechendsten Bereiche der Raketentechnik. Im Gegensatz zu herkömmlichen Triebwerken arbeitet die RDE-Technologie mit einer kontinuierlich rotierenden Detonationswelle anstelle einer stabilen Verbrennung. Theoretisch ermöglicht dieser Ansatz eine höhere Effizienz bei gleichem Kraftstoffverbrauch. Laut Alexis Harroun, CEO von Juno Propulsion, zeigten durchgeführte Tests eine um 7 Prozent höhere Effizienz als herkömmliche Systeme.
Ein weiterer wichtiger Vorteil der neuen Entwicklung ist die Kraftstoffart. Viele Satelliten verwenden immer noch hochgiftiges Hydrazin, während das Juno-System mit einer Mischung aus Distickstoffmonoxid und Ethan arbeitet, die sicherer und günstiger ist. Während des ersten Fluges werden die Zündung des Triebwerks im Weltraum, die Fähigkeit zu langfristigen Manövern zur Orbitänderung und hochpräzise kurze Impulse getestet.
Derzeit arbeiten auch Organisationen wie JAXA und Venus Aerospace an ähnlichen Projekten, doch Juno plant, sich durch den Aufbau eigener Produktionskapazitäten vom Markt abzuheben. Wenn die Demonstration im Jahr 2027 erfolgreich verläuft, könnten diese Triebwerke zum neuen Standard für kleine Satelliten werden und hohe Effizienz, Kompaktheit und kostengünstigen Betrieb bieten.















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