Mission des Weltraumobservatoriums Spektr-RG bis 2031 verlängert

Der Weltraumrat der Russischen Akademie der Wissenschaften hat beschlossen, den Betrieb des Weltraumobservatoriums Spektr-RG um weitere fünf Jahre zu verlängern. Damit wird diese 2019 begonnene Mission trotz Ablauf der ursprünglichen garantierten Nutzungsdauer mindestens bis 2031 fortgesetzt. Dies berichtet Ixbt.com .
Nach Abschluss der Sitzung bewerteten Experten den technischen Zustand des Geräts als ausreichend für den weiteren Betrieb. Laut Iwan Moskatinjew, dem ersten stellvertretenden Chefkonstrukteur bei NPO Lawotschkin, befinden sich alle Hauptsysteme des Observatoriums in einwandfreiem Zustand, und die Treibstoffreserven an Bord ermöglichen die Fortsetzung des wissenschaftlichen Programms.
In den kommenden Jahren wird sich Spektr-RG auf ultratiefe Untersuchungen der zentralen Regionen der Milchstraße und der galaktischen Scheibe, eine erweiterte Durchmusterung des gesamten Himmels sowie gemeinsame Beobachtungen mit anderen bodengestützten und Weltraumobservatorien konzentrieren. Zudem planen Wissenschaftler, das Gerät zur hochpräzisen Beobachtung von Pulsaren einzusetzen, was bei der Schaffung eines einzigartigen Weltraum-Navigationssystems auf Basis natürlicher Objekte helfen könnte.
Das Observatorium Spektr-RG befindet sich am Lagrange-Punkt L2 und ist für die Beobachtung des Universums im Röntgenbereich konzipiert. Das Gerät ist mit zwei Röntgenteleskopen ausgestattet: dem russischen ART-XC und dem deutschen eROSITA. Da sich das eROSITA-Instrument jedoch seit Februar 2022 auf Entscheidung der deutschen Seite im Sicherheitsmodus befindet, wird das wissenschaftliche Programm derzeit ausschließlich mit dem ART-XC-Instrument durchgeführt.
Experten weisen darauf hin, dass Spektr-RG höchstwahrscheinlich länger im Einsatz sein wird als die Internationale Raumstation (ISS), deren Außerdienststellung für 2030 geplant ist.















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