FIFA-Führung lässt kommerziellen Plan für die Weltmeisterschaft fallen

FIFA-Führung lässt kommerziellen Plan für die Weltmeisterschaft fallen

Der Präsident des Internationalen Fußballverbandes (FIFA), Gianni Infantino, hat den umstrittenen Plan der Organisation, kommerzielle Aktivitäten einschließlich der Weltmeisterschaftsrechte an private Investoren zu verkaufen, komplett aufgegeben. Laut Berichten von ESPN wurde dieser Schritt nach weltweiten Protesten, einer von der UEFA ausgesprochenen Boykottdrohung und einer schweren internen Revolte innerhalb der Organisation unternommen, was auch Infantinos Zukunft gefährdete. Dies berichtet Goal.com berichtet .

Gianni Infantino räumte am Freitagabend ein, dass die Initiative nach heftigem Widerstand aus der Öffentlichkeit und von Seiten der Fußballverbände gestoppt wurde. Tatsächlich war es erst drei Tage her, dass der Plan zur Gründung einer 20 Milliarden Dollar schweren Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise angekündigt worden war. Diese neue Struktur sollte die kommerziellen Aktivitäten und das Eventmanagement im Zusammenhang mit den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen sowie der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft unter einem einzigen Unternehmen bündeln.

Finanzieller Umfang und fragwürdige Aspekte des Plans

Obwohl die Kontrolle über die Struktur bei der FIFA verbleiben sollte, war geplant, rund 20 Prozent an private Investoren anzubieten und im Gegenzug 4,2 Milliarden Dollar einzunehmen. Dem Plan zufolge galt eine Investmentfirma aus New York (USA), gegründet von Joshua Kushner (dem Bruder von Jared Kushner), als Hauptfinanzier dieses Projekts.

Diese Initiative stieß jedoch in der Fußballwelt sofort auf heftigen Widerspruch. Die FIFA hatte zunächst vehement betont, dass das Projekt in Absprache und mit der Zustimmung der Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände umgesetzt werden würde. Doch ein Sturm der Entrüstung und offene Boykottdrohungen einflussreicher Organisationen wie der UEFA änderten die Situation grundlegend.

Interne Revolte und endgültige Entscheidung

Offene Proteste, die unter hochrangigen Funktionären innerhalb der Organisation und einigen Verbänden begannen, brachten sogar Infantinos eigene Position in Gefahr. Die entstandenen tiefen Spaltungen und Meinungsverschiedenheiten machten die Fortführung des Projekts unmöglich. Gianni Infantino erklärte, er habe sich die Meinungen aller Seiten genau angehört und einen Schlussstrich gezogen.

“Nachdem ich mir alle Perspektiven angehört habe, ist klar geworden, dass dieses Projekt – ungeachtet des Grades der Unterstützung – zu Spaltungen geführt hat, die den ursprünglich gesetzten Zielen widersprechen,” betonte der FIFA-Chef. Seinen Worten zufolge war und bleibt das Hauptziel des Verbandes die Einigung und Entwicklung des Fußballs.

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