100 Millionen Arten und eine Billion Gene: Großprojekt für medizinische KI gestartet

100 Millionen Arten und eine Billion Gene: Großprojekt für medizinische KI gestartet

Das britische Unternehmen Basecamp Research hat eine der größten Initiativen der Biologiegeschichte angekündigt: das Trillion Gene Atlas Projekt. Ziel des Projekts ist es, genetische Daten von über 100 Millionen bisher unerforschten Lebewesen zu sammeln und zu analysieren. Dies wird das Volumen der bekannten genetischen Vielfalt auf der Erde um fast das 100-fache erhöhen. Das Projekt wird mit Unterstützung von Anthropic, Ultima Genomics, PacBio und der Recheninfrastruktur von NVIDIA umgesetzt. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten.

Experten betonen, dass die Kombination moderner Sequenzierungsmethoden und KI es ermöglicht, Arbeiten, die früher über 20 Jahre in Anspruch nahmen, in weniger als zwei Jahren zu erledigen. Die Hauptaufgabe des Projekts besteht darin, einen völlig neuen Datensatz für das Training biologischer KI-Modelle zu erstellen. Derzeit nutzen viele Systeme begrenzte offene Datenbanken, und Basecamp Research ist der Ansicht, dass genau dieser Datenmangel die Entwicklung biologischer KI behindert.

Das Unternehmen hat bereits seine EDEN-Modellfamilie vorgestellt, die auf seiner BaseData-Datenbank trainiert wurde. Diese Datenbank enthält über 10 Milliarden der Wissenschaft bisher unbekannte Gene. Laut den Entwicklern ist EDEN das erste System, das therapeutische Moleküle direkt anhand von Krankheitsbeschreibungen entwerfen kann. In Labortests zeigte das Modell eine hohe Aktivität in menschlichen T-Zellen und erzeugte neue antimikrobielle Peptide gegen Krankheitserreger mit einer Genauigkeit von 97 Prozent.

Im Rahmen des Projekts plant Anthropic, die wissenschaftlichen Fähigkeiten seines Claude KI-Assistenten zu erweitern. In Zukunft wird Claude durch die Arbeit mit großen biologischen Datensätzen Forschern helfen, experimentelle Ergebnisse zu interpretieren und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. Das Trillion Gene Atlas Projekt wird in seinem Umfang mit dem Humangenomprojekt verglichen, doch diesmal geht es um eine genetische Karte des Lebens auf der gesamten Erde.

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Abror Shuhratov
«ZAMIN.UZ» Redakteur

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