Spezielle Teststrecke für 400 km/h-Züge in Russland im Bau

Die Russische Eisenbahn (RZD) hat mit dem Bau einer speziellen Teststrecke im Rahmen eines neuen Hochgeschwindigkeitsbahnprojekts (HSR), das Moskau und Sankt Petersburg verbinden soll, begonnen. Dieses Projekt dient dazu, die Sicherheit und Langlebigkeit von Hochtechnologie-Zügen zu überprüfen, von denen erwartet wird, dass sie die Transportlogistik in der Region grundlegend verändern. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Der experimentelle Abschnitt, der auf der Strecke Sablino – Tosno in der Region Leningrad gebaut wird, ist fast 1200 Meter lang. Laut ixbt.com wird auf diesem Testgelände detailliert untersucht, wie sich Züge bei Geschwindigkeiten von über 200 km/h auf die Infrastrukturelemente auswirken. Experten werden den Druck analysieren, den der Zug nicht nur auf die Schienen, sondern auch auf die Bodenschichten ausübt.
Innovative Technologien und schotterlose Gleise
Einer der Schwerpunkte der Tests ist die Erprobung der schotterlosen Oberbaukonstruktion. Anstelle des bei herkömmlichen Eisenbahnen verwendeten Schotters werden hier monolithische Platten oder spezielle Systeme eingesetzt. Diese Methode ist entscheidend, um die Stabilität und Ebenheit der Strecke für Hochgeschwindigkeitszüge zu gewährleisten.Zudem werden auf dem Gelände innovative Schienenbefestigungen und einzigartige Weichen getestet. Die 118 Meter lange Weiche wird über acht elektrische Antriebe gesteuert. Diese Technologie ermöglicht es Zügen, mit 400 km/h geradeaus und mit 120 km/h abzweigend zu fahren.
Digitales Kontroll- und Überwachungssystem
Um den Zustand der Infrastruktur in Echtzeit zu überwachen, werden über 1.500 Sensoren entlang der Teststrecke installiert. Diese Sensoren werden sowohl unterirdisch als auch an den oberen Teilen der Konstruktion angebracht, um jegliche Vibrationen oder Veränderungen aufzuzeichnen. Zur Steuerung des Systems wurde ein spezieller Hard- und Softwarekomplex entwickelt, der bei der Russischen Eisenbahn bisher einzigartig ist.Bis die neuen Hochgeschwindigkeitszüge fertig sind, werden alle Testprozesse mit den bestehenden Sapsan-Zügen durchgeführt. Auch an den Zügen selbst werden spezielle Sensoren angebracht, um die Bewegungsdynamik zu untersuchen. Zur Information: Russlands erster Hochgeschwindigkeitszug ist für Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h ausgelegt und seine Karosserieelemente werden derzeit montiert.
In Anbetracht der Tatsache, dass auch in Usbekistan Hochgeschwindigkeitsstrecken, insbesondere der Afrosiyob-Zug, in Betrieb sind, sind solche technologischen Neuerungen in den Nachbarregionen für die regionale Ingenieurserfahrung von Interesse. Sollte dieses Projekt in Russland erfolgreich abgeschlossen werden, wird eine deutliche Verkürzung der Reisezeiten für Passagiere erwartet.

















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