12 US-Bundesstaaten gegen 110-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Paramount und Warner Bros.

12 US-Bundesstaaten gegen 110-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Paramount und Warner Bros.

Generalstaatsanwälte aus 12 US-Bundesstaaten haben Klage eingereicht, um die Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery (WBD) zu verhindern. Es bestehen Bedenken, dass dieser massive Deal im Wert von 110 Milliarden Dollar zu einem Monopol auf dem Medienmarkt führen und Preiserhöhungen für Verbraucher verursachen könnte. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.

Eine Koalition unter der Leitung des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta argumentiert, dass die Vereinbarung gegen das Clayton Antitrust Act verstößt. Der Klage zufolge würde die Fusion der beiden großen Studios die Interessen von Kinos, Kabelfernsehbetreibern und normalen Zuschauern ernsthaft schädigen. Insbesondere könnte die Kontrolle über Filme im breiten Verleih und die profitabelsten Blockbuster in einer Hand konzentriert werden.

Die Gefahr eines neuen Mediengiganten

Sollte dieser Deal zustande kommen, würden die Streaming-Plattformen Paramount+ und HBO Max sowie einflussreiche Fernsehsender wie CBS, MTV, CNN und HBO unter einem System vereint. Dies bedeutet, dass ein Unternehmen 27 % des US-Filmvertriebsmarktes und 30 % des Marktes für die umsatzstärksten Blockbuster kontrollieren würde. Laut TechCrunch führt eine solche Konsolidierung nicht nur zu Preissteigerungen, sondern auch zu einer Verringerung der kreativen Vielfalt.

Laut Generalstaatsanwalt Rob Bonta schränkt eine solche Marktkonsolidierung die Möglichkeit ein, dass wichtige Geschichten die Welt erreichen. „Niemand steht über dem Gesetz. Kalifornien und andere Bundesstaaten kämpfen für einen fairen Markt; wir brauchen keine 'Könige' in der Wirtschaft“, betonte er in seiner Erklärung.

Das Management von Paramount wies diese Bedenken zurück und gab an, dass das fusionierte Studio plane, mindestens 30 Filme pro Jahr zu produzieren. Paramount-CEO David Ellison äußerte sich im Mai zuversichtlich, dass der Deal bis September abgeschlossen sein würde. Zudem haben die Aktionäre von Warner Bros. Discovery der Vereinbarung im April zugestimmt.

Reaktion der Branche

Das Projekt wird nicht nur von Strafverfolgungsbehörden, sondern auch von Hollywood-Kreativen – Regisseuren und Schauspielern – kritisiert. Sie befürchten, dass eine übermäßige Zentralisierung der Medienbranche den Wettbewerb ersticken und den Raum für neue Ideen verengen könnte. Dennoch war das US-Justizministerium zuvor zu dem Schluss gekommen, dass die Transaktion den Verbrauchern nicht schaden würde.

Derzeit haben sich neben Kalifornien folgende Bundesstaaten der Klage angeschlossen:

  • Arizona und Colorado;
  • Connecticut und Massachusetts;
  • Minnesota und Nevada;
  • New Jersey und New Mexico;
  • New York, Oregon und Washington.

Es wird erwartet, dass dieser Rechtsstreit einen wichtigen Präzedenzfall für den globalen Medienmarkt schafft. Sollte das Gericht zugunsten der Bundesstaaten entscheiden, könnte dies zur Annullierung oder grundlegenden Umstrukturierung eines der größten Mediendeals der letzten Jahre führen. Bisher halten sich Vertreter von Paramount und WBD mit offiziellen Kommentaren zur Klage zurück.

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