Pratt & Whitney testet 3D-gedrucktes Triebwerk für Marschflugkörper

Pratt & Whitney, einer der führenden Akteure in der Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsindustrie, hat erfolgreich eine neue Version seines kompakten TJ150-Strahltriebwerks demonstriert. Das revolutionäre an diesem Projekt ist, dass fast 60 Prozent der Triebwerksstruktur aus 3D-gedruckten Teilen bestehen. Diese Tests haben die Möglichkeiten der additiven Fertigung in der modernen Waffenproduktion auf eine neue Stufe gehoben. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Das TJ150-Triebwerk ist primär für Einwegsysteme wie Marschflugkörper und autonome Plattformen konzipiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Flugzeugtriebwerken laufen solche Geräte nicht jahrelang, sondern nur für Minuten oder Stunden. Daher bleibt die Hauptpriorität für Ingenieure die Senkung der Produktionszeit und -kosten bei gleichzeitiger Gewährleistung der Triebwerksbeständigkeit.
Revolutionäre Veränderungen im Produktionsprozess
Laut ixbt.com ermöglichte der Einsatz der 3D-Drucktechnologie die Zusammenführung von über 50 Einzelkomponenten im heißen Teil des Triebwerks zu wenigen großen Bauteilen. Dies vereinfacht nicht nur den Montageprozess, sondern erhöht auch die Zuverlässigkeit der Konstruktion durch die Reduzierung der Verbindungspunkte. Weniger Verbindungspunkte bedeuten eine geringere Ausfallwahrscheinlichkeit.Während der Tests untersuchten die Ingenieure insbesondere den rotierenden Turbinenteil, der unter hohem Druck und hoher Temperatur arbeitet. Die 3D-gedruckte Turbine bewies, dass sie den realen Betriebslasten vollständig standhalten kann. Dieses Ergebnis bestätigt, dass komplexe Mechanismen aus der additiven Fertigung militärische Standards erfüllen.
Das TJ150-Triebwerk liefert über 150 lbs Schub und ist für den effizienten Betrieb in großen Höhen optimiert. Seine kompakte Größe und sein relativ geringes Gewicht ermöglichen es Raketen, größere Entfernungen zurückzulegen und eine höhere Nutzlast zu befördern. Bis heute hat Pratt & Whitney über 2.700 solcher Triebwerke an Kunden weltweit geliefert.
Neue Strategie in der Verteidigungsindustrie
Das Unternehmen plant, diese Technologie nicht nur für das TJ150, sondern auch für die Produktion zukünftiger Triebwerke der Valox-Familie einzusetzen. Die Hauptvorteile des 3D-Drucks sind:- Erhebliche Verkürzung der Produktionszeiten;
- Verringerte Abhängigkeit von der Lieferkette für Bauteile;
- Schnelle Skalierung der Produktionskapazitäten bei plötzlichem Anstieg der Nachfrage in Verteidigungsprogrammen;
- Kostenoptimierung durch Reduzierung der konstruktiven Komplexität.

















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