Chinesische Ingenieure konnten NVIDIA RTX Grafikkarten auf ARM-Prozessoren betreiben

Chinesische Ingenieure konnten NVIDIA RTX Grafikkarten auf ARM-Prozessoren betreiben

Ein bedeutender Durchbruch in der Welt der Computertechnologie: Chinesischen Enthusiasten ist es gelungen, NVIDIA GeForce RTX Grafikkarten erfolgreich auf Systemen mit ARM-Architektur zu betreiben. Obwohl NVIDIA solche Konfigurationen bisher nicht offiziell unterstützt, haben die ersten für Windows on ARM veröffentlichten Treiber diesen Versuch ermöglicht. Dieses Ereignis erweitert die Möglichkeiten, in Zukunft von traditionellen x86-Prozessoren auf energieeffiziente ARM-Plattformen umzusteigen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Das Hauptexperiment wurde auf einer Huawei Qingyun W510 Workstation durchgeführt. Dieses Gerät ist mit einem 24-Kern Huawei Kunpeng 920 Prozessor und 32 GB DDR4 RAM ausgestattet. Eine GeForce RTX 4060 Grafikkarte mit 8 GB Speicher wurde über eine PCIe 4.0 x8 Schnittstelle angeschlossen. Da Huawei Windows auf dieser Plattform nicht offiziell unterstützt, mussten die Forscher Windows 11 mithilfe eines Open-Source-ACPI-Patches installieren.

Spiele und Testergebnisse

Laut ixbt.com ist die Spieleleistung des Systems noch nicht auf dem erwarteten Niveau. Der Hauptgrund dafür ist die relative Schwäche der ARM-Prozessoren und die Notwendigkeit, moderne Spiele über eine x64-Emulation auszuführen. Zum Beispiel lief das beliebte Spiel Genshin Impact in Full HD mit nur 20 Bildern pro Sekunde (FPS). Bei Black Myth: Wukong lag der Durchschnitt bei 21 FPS, wobei in einigen Szenen Einbrüche auf bis zu 3 FPS beobachtet wurden.

Dennoch sind die Ergebnisse bei technologischen Demos etwas besser. Star Wars Reflections zeigte eine Geschwindigkeit von 23–25 FPS mit Raytracing-Technologie. In synthetischen Tests konnte die GeForce RTX 4060 ihre wahre Stärke zeigen: Sie erreichte 43.530 Punkte im 3DMark Night Raid Test und 32.370 Punkte im Solar Bay Test. Zum Vergleich: Im Time Spy Test erreichte das System 6.369 Punkte, während dieser Wert auf herkömmlichen x86-Computern bei etwa 10.400 Punkten liegt.

Bei der Arbeit mit professioneller Software verlief das Experiment sogar erfolgreicher als erwartet. Der Grafikeditor Blender erkannte die Grafikkarte beispielsweise problemlos über die CUDA-Kerne. Während des Rendering-Prozesses erreichte die GPU-Auslastung 89 %, was beweist, dass komplexe visuelle Aufgaben auch auf ARM-Systemen ausgeführt werden können. Zudem wurde eine GeForce RTX 2080 Ti Grafikkarte erfolgreich auf dem kompakten Radxa Orion O6 Board getestet.

Der universelle Treiber von NVIDIA könnte in Zukunft den Einsatz fast aller Generationen diskreter Grafikkarten – von der RTX 20-Serie bis zu den neuesten RTX 50-Modellen – auf Windows on ARM-Geräten ermöglichen. Dies eröffnet neue Horizonte für ARM-basierte Laptops und Mini-PCs, die auch auf dem Markt immer beliebter werden. Auch wenn es sich derzeit noch um ein Experiment auf Enthusiasten-Ebene handelt, zeigt es, wie sich der Computermarkt in den kommenden Jahren verändern könnte.

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