USA unter Cyberangriff: Iranische Hacker bedrohen Energie- und Wassersysteme

Die US-Regierung hat eine offizielle Warnung herausgegeben, dass vom iranischen Staat unterstützte Hacker aktiv in die industriellen Steuerungssysteme von Wasser- und Energieversorgern im Land eindringen und deren Betrieb stören. Diese Cyberangriffe stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Stabilität kritischer Infrastrukturen dar und haben sich vor dem Hintergrund internationaler politischer Spannungen verschärft. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .
Laut einem aktualisierten Bericht des FBI, der NSA, des Energieministeriums und der CISA zielen Hacker auf speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) in mit dem Internet verbundenen Betriebsnetzwerken ab. Diese Geräte dienen der automatisierten Steuerung industrieller Prozesse; der Zugriff ermöglicht es Angreifern, Daten zu manipulieren und Systeme abzuschalten.
Gefährdete Technologien und Marken
Zunächst wurde festgestellt, dass die Hacker nur Steuerungen der Firma Rockwell ins Visier nahmen. Jüngsten Informationen zufolge hat sich der Umfang der Angriffe jedoch ausgeweitet, sodass nun auch Produkte globaler Giganten wie Schneider Electric und Siemens gefährdet sind. Experten warnen, dass nahezu alle industriellen Steuerungssysteme, die offen mit dem Internet verbunden sind, potenzielle Opfer von Angriffen werden können.Nach Angaben des FBI gelang es Hackern, in das System eines kritischen Infrastrukturbetreibers einzudringen und die Programmierlogik der Steuerungen zu ändern. Infolgedessen wurden wichtige Prozesse, die für Notabschaltungen und Warnsignale verantwortlich sind, deaktiviert. Dies führte dazu, dass das System in einen gefährlichen Zustand geriet, ohne dass die Bediener von diesen Anomalien erfuhren.
Politische Motive und Cybersabotage
Diese Cyberaktivitäten werden als Reaktion auf die anhaltenden Konflikte zwischen dem Iran, den USA und Israel gewertet. Iranische Hacker und ihre Stellvertreter führen in der Region und im Westen verschiedene Operationen durch, die von Spionage bis hin zur vollständigen Sabotage von Systemen reichen. So griffen Hacker kürzlich den US-Medizintechnik-Giganten Stryker an und löschten aus der Ferne Daten auf den Geräten von Zehntausenden Mitarbeitern.Zudem behauptete die Hackergruppe "Handala" im Juni, in das System eines Wasserversorgers in Kalifornien (Cal Water) eingedrungen zu sein. Obwohl das Unternehmen erklärte, keine Beweise für unbefugte Zugriffe auf Betriebsnetzwerke gefunden zu haben, verdeutlichen solche Vorfälle die Gefahr für lebenswichtige Ressourcen der Bevölkerung. Die US-Regierung fordert derzeit alle Betreiber strategischer Einrichtungen auf, ihre Cybersicherheitsmaßnahmen unverzüglich zu verstärken.

















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