China verlegt weltweit erstes 2000 MW Unterwasser-Superkabel

China verlegt weltweit erstes 2000 MW Unterwasser-Superkabel

China hat einen beispiellosen Erfolg im Energiesektor erzielt und als weltweit erstes Land den Bau einer ±500 kV Gleichstrom-Unterwasser-Stromübertragungsleitung erfolgreich abgeschlossen. Laut ixbt.com wurde dieses Großprojekt vor der Küste von Yangjiang in der chinesischen Provinz Guangdong umgesetzt und dient dazu, umweltfreundliche Energie aus großen Offshore-Windparks in das landseitige Stromnetz zu übertragen. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten.

Die Gesamtlänge der neuen Unterwasserleitung beträgt 88,8 Kilometer. Das System ist auf Basis eines bipolaren Schemas ausgelegt, bei dem zwei Kabel gleichzeitig betrieben werden: eines überträgt den Strom über den positiven Pol, das andere über den negativen. Diese komplexe Architektur ermöglicht die verlustfreie Übertragung von bis zu 2000 MW Strom von Offshore-Windparks an die Küste.

Innovative Technologie und einzigartige Infrastruktur

Das technologische Herzstück des Projekts ist der Einsatz der VSC-HVDC-Technologie (Voltage Source Converter High Voltage Direct Current). Herkömmliche Wechselstromleitungen verlieren bei Entfernungen von über 70 Kilometern aufgrund kapazitiver Verluste erheblich an Effizienz. Gleichstromleitungen weisen diesen Nachteil nicht auf, und Experten zufolge reduziert die neue Lösung die Stromübertragungsverluste um fast 60 Prozent.

Die Unterwasser-Umspannstation, das sogenannte „Herz des Offshore-Windes“, ist ebenfalls bemerkenswert. Die diesen Sommer installierte Anlage ist die weltweit erste Offshore-Konverterplattform der ±500 kV-Klasse mit einer Leistung von 2000 MW. Sie wurde speziell für die Anbindung großer Offshore-Windparks an das allgemeine Stromnetz konzipiert.

Ökologische Effizienz und Perspektiven

Sobald das Projekt in den vollen industriellen Betrieb geht, wird die von 163 Windkraftanlagen der Offshore-Windparks Qingzhou Phase V und Phase VII erzeugte Energie in die Region Guangdong-Hongkong-Macao Greater Bay Area geleitet. Schätzungen zufolge kann diese Leitung jährlich etwa 6 Milliarden kWh „grünen“ Strom übertragen.

Dieser Wert reicht aus, um Millionen von Haushalten kontinuierlich mit Strom zu versorgen. Gleichzeitig schätzen Experten, dass die Inbetriebnahme dieser Infrastruktur den jährlichen CO2-Ausstoß in die Atmosphäre um 5 Millionen Tonnen reduzieren wird.

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