eBay zahlt 56 Millionen Dollar nach Schikanen gegen Redaktion

eBay zahlt 56 Millionen Dollar nach Schikanen gegen Redaktion

Einer der aufsehenerregendsten und ungewöhnlichsten Skandale in der E-Commerce-Branche hat ein Ende gefunden. Laut ixbt.com haben sich eBay und seine ehemaligen Mitarbeiter bereit erklärt, 56 Millionen Dollar an Schadensersatz an die Opfer einer Einschüchterungskampagne aus dem Jahr 2019 zu zahlen, die sich gegen die Autoren der Publikation „EcommerceBytes“ richtete. Diese Einigung beendet die Zivilklage, die nach den brutalen Nachstellungen vor fünf Jahren eingereicht wurde. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .

Im Zentrum des Skandals stand ein Ehepaar, Ina und David Steiner, das die Aktivitäten von eBay über seinen Newsletter „EcommerceBytes“ kritisiert hatte. Genau diese Kritik erregte den Zorn leitender Angestellter des Unternehmens, die einen speziellen Plan gegen die Journalisten schmiedeten, um die kritischen Berichte zu stoppen. Diese im Jahr 2019 durchgeführten Aktionen bleiben aufgrund ihrer Grausamkeit ein dunkler Fleck in der Geschichte des E-Commerce.

Details der Einschüchterungskampagne

Gerichtsdokumenten zufolge schikanierten ehemalige eBay-Führungskräfte das Paar über gefälschte Social-Media-Konten und schickten Drohbriefe an deren Adresse. Dem Opferpaar wurden lebendige Spinnen und Kakerlaken, Pornosagazine, eine blutige Schweinemaske, ein Trauerkranz sowie ein Buch darüber, wie man den Tod eines Ehepartners überlebt, per Post geschickt. Die Ermittlungen ergaben zudem, dass die Täter geplant hatten, ein GPS-Ortungsgerät am Auto der Opfer anzubringen.

Diese Einigung regelt die von den Steiners im Jahr 2021 gegen eBay angestrengte Zivilklage. Nach Angaben der die Opfer vertretenden Anwaltskanzlei werden von der Gesamtsumme in Höhe von 56 Millionen Dollar 46,15 Millionen Dollar direkt von eBay gezahlt. Die restlichen Beträge werden von ehemaligen Führungskräften — CEO Devin Wenig (2 Millionen Dollar), Wendy Jones (500.000 Dollar) und Steve Wymer (50.000 Dollar) — getragen, zudem fließen einige Gelder an gemeinnützige Organisationen.

Gerichtsurteile und offizielle Haltung von eBay

In diesem Strafverfahren wurden 2022 sieben ehemalige eBay-Mitarbeiter strafrechtlich zur Verantwortung gezogen, nachdem sie sich schuldig bekannt hatten. Insbesondere wurde der ehemalige Sicherheitschef des Unternehmens, James Baugh, zu einer Haftstrafe von fast fünf Jahren verurteilt. Zu den vom US-Justizministerium verfolgten Personen gehören auch David Harville, Brian Gilbert, Stephanie Popp, Stephanie Stockwell, Philip Cooke und die ehemalige Auftragnehmerin Veronica Zea.

In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung verurteilte eBay das Verhalten seiner ehemaligen Mitarbeiter und nannte es „völlig im Widerspruch zur Unternehmenskultur stehend“. Unternehmensvertreter drückten ihr tiefstes Bedauern über den der Familie Steiner zugefügten Schaden aus und betonten, dass diese Einigung ein Schritt zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit und Wiedergutmachung sei. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig ethische Standards und die Kontrolle von Mitarbeitern in Großkonzernen sind.

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