Spotify erweitert KI-Tool zur Erstellung von Track-Remixes

Spotify erweitert KI-Tool zur Erstellung von Track-Remixes

Auf dem Markt für Streamingdienste beginnt eine neue Phase: Laut ixbt.com teilte Spotify bei einer Besprechung zu den Ergebnissen des zweiten Quartals mit, dass das Unternehmen die Einführung eines Produkts vorbereitet, mit dem Nutzer mithilfe von KI Remixes und Coverversionen auf Grundlage der Musik ihrer Lieblingskünstler erstellen können. Das neue Projekt soll Musikfans einzigartige kreative Freiheit bieten und zugleich rechtliche Mechanismen schaffen, die das Urheberrecht vollständig respektieren. Darüber berichtet Techcrunch.com berichtet .

Im Rahmen dieser Initiative gab das Unternehmen bekannt, neben der Universal Music Group (UMG) auch eine Vereinbarung mit Merlin unterzeichnet zu haben, einem Lizenzierungspartner unabhängiger Labels und Distributoren. Dank dieser Vereinbarung können kreative Werke von Künstlern, die einer Teilnahme zugestimmt haben und deren Labels zum Merlin-Netzwerk gehören, in das KI-Produkt aufgenommen werden. Dadurch wird der Katalog, den Nutzer künftig verwenden können, deutlich erweitert.

Ein neuer rechtlicher Ansatz für KI-Musik

In letzter Zeit sehen sich Streamingplattformen mit Problemen durch eine Flut vollständig per KI erzeugter Fake-Songs konfrontiert. Laut Deezer wird beispielsweise mehr als die Hälfte der täglich hochgeladenen Tracks mithilfe von KI generiert – ein deutlicher Anstieg gegenüber 10 Prozent zu Beginn dieses Jahres. Spotify-Führungskräfte betonen jedoch, dass ihr Ansatz völlig anders sei und der Schwerpunkt auf „echten Künstlern statt Fake-Künstlern“ liege.

Laut Spotify-Co-CEO Gustav Söderström basiert das von dem Unternehmen entwickelte Produkt auf der Zustimmung bereits etablierter Künstler. „Wir möchten, dass Künstler daran interessiert sind, ihre Werke in diesen Katalog aufzunehmen, und dass Menschen auf Grundlage ihrer Kunst spielerisch Coverversionen und Remixes erstellen“, erklärte Co-CEO Alex Norström. Das Projekt sieht außerdem vor, Urheber rechtzeitig zu nennen, ihre Zustimmung einzuholen und vor allem eine angemessene Vergütung für diesen Prozess sicherzustellen.

Zukünftige Pläne und Monetarisierung

Auch zu den technischen Aspekten des Projekts und dem Zeitplan für den Start wurden einige Details bekannt. In der ersten Phase soll eine Forschungsversion des Produkts für Fan-Remixes und Coverversionen einer begrenzten Nutzergruppe angeboten werden. Zunächst ist kein Zugriff auf den vollständigen Musikkatalog erforderlich. Später soll das Tool als kostenpflichtiger Zusatzdienst starten und Künstlern eine zusätzliche Einnahmequelle bieten.

Der Streaming-Gigant betont, dass dieser Ansatz auf dem Markt einzigartig und vollständig legal sei. Gustav Söderström erklärte, dass sich gewöhnliche generative Musik unabhängig davon weiterentwickeln werde. Dieses spezielle Produkt sei jedoch notwendig, damit bereits etablierte Künstler die KI-Welle sicher und gewinnbringend nutzen können.

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