NASA nimmt neue 34-Meter-Kommunikationsantenne in Kalifornien in Betrieb

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat eine neue 34-Meter-Großantenne als Teil ihres Deep Space Network (DSN) in Goldstone, Kalifornien, in Betrieb genommen. Laut ixbt.com wird diese Anlage die Kommunikationsmöglichkeiten mit über einem Dutzend Raumsonden, die das Sonnensystem und den interstellaren Raum erforschen, erheblich erweitern. berichtet .
Auslastung des Weltraumkommunikationsnetzwerks und die neue Station
Das Deep Space Network unterhält derzeit eine stabile Verbindung zu legendären Sonden wie Voyager 1, Voyager 2 und New Horizons, die sich mehr als 24 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt befinden, sowie zu vielen anderen interplanetaren Missionen. Die Ausweitung der Weltraumforschung und die steigende Anzahl an Raumfahrzeugen schränken die Kapazitäten des Netzwerks jedoch stark ein. Experten warnten in den letzten Jahren davor, dass es immer schwieriger wird, genügend Kommunikationsfenster für alle Missionen gleichzeitig bereitzustellen.Ein Faktor, der die Situation weiter verkompliziert, ist die Intensivierung des Mondprogramms. Insbesondere wird der Kommunikation mit Raumschiffen während der Artemis 1 Mission im Jahr 2022 und den geplanten bemannten Artemis 2 Flügen im Jahr 2026 höchste Priorität eingeräumt. Infolgedessen sinkt die Verfügbarkeit des Netzwerks für automatisierte interplanetare Stationen, und es wird erwartet, dass diese Priorisierung auch in Zukunft bestehen bleibt.
Deep Space Station 23 und der Modernisierungsprozess
Die neue Antenne, Deep Space Station 23 oder kurz DSS-23, nahm am 3. August ihre Arbeit auf. Eines der ersten Geräte, das sie beobachtete, war das Chandra X-ray Observatory der NASA. Die 34 Meter durchmessende Anlage ergänzt die bestehenden Stationen in Goldstone. An diesem Standort ist auch die größte 70-Meter-Schüssel des Komplexes in Betrieb.Zur Information: Das Deep Space Network besteht aus drei großen Komplexen, die geografisch in Kalifornien, bei Madrid und bei Canberra liegen. Während sich die Erde dreht, ermöglicht mindestens einer dieser Komplexe eine kontinuierliche Verbindung zu weit entfernten Raumsonden. Die Station DSS-23 ist die fünfte von sechs geplanten 34-Meter-Antennen im Rahmen des Aperture Enhancement Project.
Finanzielle und zeitliche Herausforderungen des Projekts
Die Modernisierung des DSN begann bereits im Jahr 2009. Derzeit ist geplant, die letzte Antenne des Programms, DSS-33, im Jahr 2029 in Australien in Betrieb zu nehmen. Das Großprojekt erwies sich jedoch als deutlich teurer und zeitaufwendiger als ursprünglich kalkuliert.Während das Projekt 2015 noch mit 362,4 Millionen Dollar veranschlagt wurde, stiegen die Kosten bis zum Beginn des Geschäftsjahres 2023 auf 706 Millionen Dollar. Zudem hat sich der Zeitplan um fast fünf Jahre verzögert. Dennoch ist der Ausbau der DSN-Kapazitäten für den Erfolg der Mond- und Tiefraumforschungsprogramme von entscheidender Bedeutung.
















Kommentare 0
…