Feststoff-Hall-Triebwerk auf Zinkbasis im Weltraum getestet

Feststoff-Hall-Triebwerk auf Zinkbasis im Weltraum getestet

Muon Space hat das weltweit erste Hall-Triebwerk im Weltraum erfolgreich getestet, das festes Zink als Treibstoff verwendet. Laut ixbt.com startete das Gerät namens Starlight beim ersten Versuch und änderte erfolgreich die Flugbahn des Raumfahrzeugs, was durch Bodenbeobachtungen vollständig bestätigt wurde. Dies berichtet Ixbt.com.

Dieser wichtige Test wurde am 1. Juli mit dem Raumfahrzeug SERT-III durchgeführt. Die Mission war speziell darauf ausgelegt, das neue Triebwerk unter realen orbitalen Bedingungen zu überprüfen. Die Telemetriedaten stimmten vollständig mit den ersten Bodentestergebnissen überein. Das System förderte und verdampfte das Zink stabil, und das Triebwerk erzeugte den berechneten Schub.

Eine Alternative zu herkömmlichen Gasen

Derzeit verwenden die meisten modernen Hall-Triebwerke in Satelliten Xenon oder Krypton. Diese Gase müssen jedoch unter hohem Druck gelagert werden, was zusätzliche Tanks erfordert, die das Gewicht erhöhen und die Struktur verkomplizieren. Starlight arbeitet mit festem Zink und benötigt keine Hochdruckbehälter.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Zink ist seine Kosteneffizienz und breite Verfügbarkeit. Dies ist für große Satellitenkonstellationen von entscheidender Bedeutung, da selbst eine geringfügige Senkung der Kosten pro Triebwerk bei Systemen mit Dutzenden oder Hunderten von Satelliten enorme wirtschaftliche Einsparungen ermöglicht.

Zukunftspläne und Sicherheitsmaßnahmen

Muon Space plant, das Starlight-Triebwerk für das Anheben und Korrigieren von Satellitenorbits, die Positionskontrolle sowie für das kontrollierte Deorbiting von Satelliten einzusetzen. Die aktuelle Version ist für kleine und mittlere Satelliten konzipiert.

Während des Tests prüften die Ingenieure auch, ob verdampftes Zink zu einer Verschmutzung der Geräteoberfläche führen könnte. Sensoren stellten in der Nähe des Triebwerks weniger Rückstände fest, als in ersten konservativen Berechnungen angenommen wurde. Die gewonnenen Daten helfen dabei, die Zinkverteilung und deren Auswirkungen auf Satellitenausrüstung präziser zu modellieren.

In der nächsten Phase bereitet Muon Space Starlight für den kommerziellen Einsatz vor. Das Unternehmen beabsichtigt, die Zuverlässigkeit des Geräts zu erhöhen, die Serienproduktion aufzunehmen und das Management der Treibstoffrückstände zu optimieren. Sollten weitere Tests die ersten Ergebnisse bestätigen, könnte festes Metall zu einer praktischen Alternative zu herkömmlichen Gasen für den elektrischen Satellitenantrieb werden.

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