Nimmt LG Smart TV heimlich Gespräche von Nutzern auf? Das Unternehmen reagiert offiziell auf kursierende Berichte

Nimmt LG Smart TV heimlich Gespräche von Nutzern auf? Das Unternehmen reagiert offiziell auf kursierende Berichte

In den letzten Tagen verbreiteten sich in ausländischen Medien und Internetpublikationen Berichte, wonach LG Smart TV-Geräte heimlich private Gespräche der Nutzer aufzeichnen, Daten im internen Speicher ablegen und an Server übertragen würden. Diese Behauptungen in Usbekistanhaben auch unter vielen Nutzern für Besorgnis und hitzige Diskussionen gesorgt.

Um die Situation zu klären, hat LG Electronics Uzbekistan eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht, in der das Unternehmen erklärt, dass die kursierenden Berichte nicht der Wahrheit entsprechen, und detailliert erläutert, wie das System zur Sprachsteuerung und Datenverarbeitung der Fernseher funktioniert.

Keine permanente Aufzeichnung: Wie funktioniert die Sprachsteuerung?

Laut offiziellen Angaben des Unternehmens zeichnen LG Smart TV-Geräte keine täglichen Gespräche der Nutzer kontinuierlich auf und übertragen diese auch nicht an Server:

Aktivierung nur bei Bedarf: Der Prozess der Umwandlung von Sprache in Text startet nur dann, wenn der Nutzer selbst die Taste für Sprachbefehle auf der Fernbedienung drückt oder einen spezifischen Aktivierungsbefehl ausspricht.

Lokale Analyse: Zur Erkennung des Aktivierungsbefehls werden Audiodaten direkt auf dem Fernseher selbst (lokal) verarbeitet. Wenn kein Aktivierungsbefehl erfolgt, wird der Ton nicht gespeichert, nicht in Text umgewandelt und nicht an externe Netzwerke gesendet.

Keine Speicherung ohne Verbindung: Die Behauptung, dass Töne bei unterbrochener Netzwerkverbindung im internen Speicher gesammelt und nach Wiederherstellung der Internetverbindung an den Server gesendet werden, wurde zurückgewiesen. Technische Protokolle (Logs) beziehen sich nur auf spezifische Situationen, in denen ein aktiver Sprachbefehl ausgeführt wurde, und haben nichts mit einer permanenten Audioaufzeichnung zu tun.

ACR-System und Schutz personenbezogener Daten

Einer der am häufigsten in den Medien erwähnten Aspekte ist die ACR-Technologie (Automatic Content Recognition). LG hat auch die Bedenken bezüglich dieser Funktion klargestellt:

Standardmäßig deaktiviert: Funktionen wie ACR, Spracherkennung und interessenbasierte personalisierte Werbung sind Zusatzoptionen und auf dem Fernseher nicht automatisch (standardmäßig) aktiviert.

Kontrolle liegt beim Nutzer: Das Ein- oder Ausschalten dieser Funktionen liegt vollständig im Ermessen des Nutzers. Jeder Käufer kann seine erteilte Zustimmung jederzeit über die Fernsehereinstellungen widerrufen.

Keine Bilder oder Videos vom Bildschirm: Das ACR-System identifiziert die Art des angesehenen Inhalts nur mithilfe von Audio-Fingerprinting (Audio-Abdruck). Das System sammelt keine Screenshots, Videoaufnahmen oder Gespräche im Raum.

Fazit von LG

LG Electronics betont, dass die Gewährleistung der Vertraulichkeit und Privatsphäre der Nutzer eines der wichtigsten Prinzipien bei der Produktentwicklung ist, und fordert das Publikum auf, unklaren und unbestätigten Berichten keinen Glauben zu schenken. Das Unternehmen erklärte, dass es die Datensicherheit und Transparenz kontinuierlich weiter verbessern werde.

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