BRICS gibt Idee einer Einheitswährung auf: Wichtige Beschlüsse des Gipfels in Delhi

Nach Abschluss des 18. BRICS-Gipfels im Bharat-Mandapam-Zentrum in Neu-Delhi, Indien, wurde die aus 140 Punkten bestehende Erklärung von Neu-Delhi verabschiedet.
Eines der meistdiskutierten Themen des Gipfels – die Spekulationen über eine gemeinsame Währung des Blocks – wurde offiziell beendet. Sudhakar Dalela, Sekretär des indischen Außenministeriums, bestätigte auf einem Briefing in Neu-Delhi, dass das Bündnis die Schaffung einer gemeinsamen Einheitswährung nicht in Betracht zieht.
Der Schwerpunkt verlagerte sich von einer künstlichen Einheitswährung hin zur direkten Nutzung der jeweiligen Landeswährungen im gegenseitigen Handel und bei Investitionen. Hierfür werden alternative Transaktionsmechanismen entwickelt, um internationale Zahlungen schneller, kostengünstiger und sicherer zu gestalten.
Der indische Premierminister Narendra Modi betonte in seiner Rede, dass die Mitte des 20. Jahrhunderts gegründeten internationalen Institutionen – die UNO, ihr Sicherheitsrat, der IWF und die Weltbank – die heutige Realität nicht widerspiegeln, und forderte umfassende Reformen, die die Interessen der Entwicklungsländer (Globaler Süden) berücksichtigen.
Die Erklärung billigte zudem Initiativen wie die sofortige Wiederaufnahme der Arbeit des Berufungsgremiums der Welthandelsorganisation (WTO), die Begrenzung einseitiger Sanktionen und protektionistischer Zölle, die Ausweitung der Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Landeswährungen durch die von Dilma Rousseff geleitete Neue Entwicklungsbank (BRICS-Bank) sowie die Einführung der „BRICS-Getreidebörse“.
Diese Beschlüsse sind auch für Usbekistan von großer Bedeutung, da sie den Außenhandel ohne Beschränkungen durch Dritte ermöglichen, direkte Abrechnungen in Landeswährungen mit wichtigen Partnern fördern und die Möglichkeiten für alternative Logistikkorridore erweitern.
Im Jahr 2027 geht der BRICS-Vorsitz an China über und der 19. Gipfel wird in Peking stattfinden.


















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