Wer hat die Börse Binance angegriffen? US-Geheimdienste enthüllen brisante Informationen

Das US-FBI (Federal Bureau of Investigation) hat Nordkorea offiziell für den beispiellosen Hackerangriff auf die weltweit größte Kryptobörse, Binance , verantwortlich gemacht. Laut einer Erklärung der Pressestelle der Behörde steckt die als Elite-Hacker-Einheit der DVRK bekannte Gruppe TraderTraitor hinter dem Raub.
Sollten sich die ersten Schätzungen bestätigen, wird dieser Cyberangriff, der in der Nacht zum 30. Oktober stattfand und einen Schaden von über 6 Milliarden Dollar verursachte, als der größte Diebstahl in der Geschichte digitaler Vermögenswerte in die Geschichte eingehen.
Direkte Konvertierung in Ethereum: Wie wird das Geld gewaschen?
Gemeinsame Ermittlungen des FBI, des US Secret Service (USSS) und der Steuerfahndungsabteilung (IRS-CI) haben das Schema der Hacker zur spurlosen Geldwäsche aufgedeckt:
Wechsel zum Ethereum-Netzwerk (ETH): Der Großteil der gestohlenen Krypto-Assets wird sofort in die Kryptowährung Ethereum konvertiert;
Wäsche über DeFi-Plattformen: Die Sicherheitsdienste stellten fest, dass die Hacker darauf abzielten, diese Vermögenswerte über dezentrale Finanzdienste (DeFi) und Soforttauschbörsen zu waschen;
Beweise durch Blockchain-Analyse: Zuvor hatten das US-Unternehmen TRM Labs und das singapurische Unternehmen Pangolin Intelligence Blockchain-Transaktionen analysiert und gemeldet, dass die Signatur des Angriffs auf Nordkorea hindeutet.
Wie kam es zum Angriff? Der Laptop des Ingenieurs und die Rückgewinnung der Assets
Berichten zufolge erfolgte der Zugriff der Hacker auf das System über das persönliche Gerät eines technischen Mitarbeiters:
Einstiegspunkt: Die Kriminellen verschafften sich Zugriff auf den persönlichen Laptop eines DevOps-Ingenieurs der Börse Binance. Dadurch wurde der Service-Container kontrolliert und unbefugte Auszahlungstransaktionen eingeleitet;
Zahlungen an Nutzer: Nach dem Angriff setzte Binance Ein- und Auszahlungen sofort aus. Später gab die Börse bekannt, dass der Prozess zur Entschädigung betroffener Kunden und zur Wiedererlangung der Vermögenswerte bereits begonnen habe.
DVRK und Cyberkriminalität: Neue Rekorde
Cyberangriffe auf Kryptowährungsnetzwerke sind für nordkoreanische Hacker zu einer bedeutenden Einnahmequelle geworden:
Über 2 Milliarden Schaden: Laut einem Bericht von Chainalysis stahlen Gruppen mit Verbindungen zur DVRK allein im Jahr 2025 2,02 Milliarden Dollar an Krypto-Assets – ein Anstieg von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchste Wert in der Geschichte;
Pjöngjangs Dementi: Das nordkoreanische Außenministerium wies seinerseits alle Anschuldigungen bezüglich der Cyberangriffe kategorisch zurück und bezeichnete solche Erklärungen als erneute politische Verleumdung durch Washington und als Versuch, den Cyberraum in ein Konfliktgebiet zu verwandeln.

















Kommentare 0
…