FTX-Fall: Anwaltskanzlei Fenwick & West zahlt 54 Mio. USD an Opfer

Fenwick & West LLP, die führende Anwaltskanzlei, die die ehemalige Kryptobörse FTX beriet, hat sich bereit erklärt, 54 Millionen USD zu zahlen, um eine 2023 von Kunden eingereichte Sammelklage beizulegen. Die Kläger behaupten, die Kanzlei habe eine wichtige Rolle bei den von FTX durchgeführten Betrugsschemata gespielt und illegale Aktivitäten unterstützt. Dies berichtet Cointelegraph.com berichtet .
Der im Silicon Valley ansässigen Kanzlei wird vorgeworfen, der bankrotten Börse FTX dabei geholfen zu haben, den Missbrauch von Kundengeldern zu verschleiern. Insbesondere soll Fenwick & West rechtliche Strukturen und Strategien entwickelt haben, um die Vermischung von Geldern, einschließlich der Überweisungen zwischen der Börse und ihrem Handelszweig Alameda Research, zu verbergen.
Darüber hinaus waren die Rechtsberater an der Schaffung von Systemen beteiligt, die es FTX ermöglichten, die Verpflichtung zum Erwerb von Lizenzen für Geldüberweisungen zu umgehen. Obwohl Fenwick & West zunächst versuchte, die Klage abzuweisen, entschied man sich im Februar für einen Vergleich. Die Vereinbarung muss nun von einem US-Richter genehmigt werden.
Dieser Vergleich ist ein weiterer Schritt in den rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Börse FTX im Jahr 2022. Die Krise versetzte der gesamten Kryptoindustrie einen schweren Schlag und veranlasste US-Regulierungsbehörden und Gesetzgeber zu einer strengeren Überwachung des Sektors.
Derzeit verteilt der FTX Recovery Trust Vermögenswerte an Gläubiger und Kunden. Viele Kunden sind jedoch mit der Arbeit des Trusts unzufrieden und behaupten, dass Vermögenswerte zu sehr niedrigen Preisen verkauft wurden. So wurde beispielsweise 2023 ein 5-prozentiger Anteil am KI-Unternehmen Cursor für 200.000 USD verkauft, obwohl der Wert dieses Anteils bis 2026 auf 3 Milliarden USD geschätzt wurde.
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