Eva Carneiro kritisiert John Terry und José Mourinho

Die ehemalige Teamärztin des FC Chelsea, Eva Carneiro, hat José Mourinho und John Terry scharf dafür kritisiert, die berüchtigte Kontroverse von 2015 wieder aufleben zu lassen. Nachdem die umstrittenen Ereignisse in einer neuen, auf Netflix gezeigten Dokumentation erneut thematisiert wurden, äußerte Carneiro ihren Ärger in den sozialen Medien. Der Vorfall hat die Debatte über medizinische Ethik im Fußball und das Verhalten von Trainern wieder entfacht. Goal.com berichtet .
Laut Goal.com nahm die Kontroverse im August 2015 beim Eröffnungsspiel des FC Chelsea in der Premier League gegen Swansea City ihren Anfang. Als Eden Hazard in der Nachspielzeit verletzt am Boden lag, liefen Eva Carneiro und der leitende Physiotherapeut Jon Fearn auf den Platz, um ihm zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt war Torhüter Thibaut Courtois vom Platz gestellt worden, und Chelsea war wegen des Eingreifens der Ärzte vorübergehend auf neun Spieler reduziert.
Der Vorfall brachte den damaligen Trainer José Mourinho in Rage und führte dazu, dass er die Ärzte öffentlich kritisierte. In der Folge musste Eva Carneiro Stamford Bridge verlassen und erstritt später vor Gericht eine Entschädigung, nachdem sie wegen ungerechtfertigter Kündigung geklagt hatte. Die ehemalige Ärztin zeigte sich unzufrieden darüber, dass die Ereignisse in der neuen Dokumentation aus einer anderen Perspektive dargestellt wurden.
Neue Debatte nach der Dokumentation
Nach der Veröffentlichung der Dokumentation äußerte Eva Carneiro auf X ihre verbitterte Reaktion. Sie betonte, dass sie es bedauere, dass die schlimmsten Momente auch elf Jahre später erneut in Erinnerung gerufen würden. „Elf Jahre später, und nun beginnen wir wieder mit den schlimmsten Momenten. Ich hoffe, sie haben damit etwas Geld verdient“schrieb sie auf ihrem Account.Außerdem ging sie auf John Terrys Behauptungen ein, wonach es bezüglich medizinischer Hilfe in der Umkleidekabine eine Art „mündliche Vereinbarung“ gegeben habe. Carneiro erinnerte daran, dass medizinisches Personal an Regeln gebunden sei. An John Terry gerichtet erklärte sie, es sei an der Zeit, die Spielregeln zu lernen.
In der Dokumentation beharrte José Mourinho auf seiner Position und behauptete, dass die medizinischen Mitarbeiter einen Fehler gemacht hätten, als sie in der entscheidenden Phase des Spiels den Platz betraten. Er bezeichnete das Vorgehen der Ärzte als „impulsiv und naiv“. Der portugiesische Trainer betonte, er habe mit eigenen Augen sehen können, ob der Spieler verletzt war, und die Mannschaft sei in dieser Situation auf nur neun Spieler reduziert gewesen.
Der ehemalige Chelsea-Kapitän John Terry unterstützte unterdessen aus Sicht der Spieler die Auffassung, dass die Ärzte auf der Ersatzbank hätten bleiben müssen. Terry zufolge gab es innerhalb der Mannschaft eine Vereinbarung darüber, wann und wie medizinische Hilfe geleistet werden sollte. Dennoch lösten die Ereignisse damals eine schwere Kontroverse aus.

















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