Erling Haaland verklagt Norwegian Air

Erling Haaland verklagt Norwegian Air

Manchester-City-Stürmer Erling Haaland hat ein formelles Gerichtsverfahren gegen die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle wegen der unbefugten Nutzung seiner persönlichen Marke und Handelsmarken eingeleitet. Berichten von VG Sports und Dagbladet zufolge hat die Anwaltskanzlei Schjodt im Namen der Interessen des Spielers und der britischen Firma York Promotions Ltd Klage beim Bezirksgericht Oslo eingereicht. Dies berichtet Goal.com .

Der Streit geht auf eine Werbekampagne des Flugunternehmens in den sozialen Medien während der Weltmeisterschaft zurück. Das Unternehmen hatte das Bild eines seiner Flugzeuge digital bearbeitet und Erling Haalands bekannte blonde Frisur hinzugefügt. Der auf Instagram und TikTok veröffentlichte Beitrag war mit dem Kommentar „Wir waren noch nie so norwegisch wie heute“ versehen.

Inoffizieller Humor und rechtliche Konsequenzen

Obwohl die Beiträge nach dem Eingreifen von Anwälten sofort gelöscht wurden, bezeichnete die Fluggesellschaft ihre Handlungen lediglich als leichten Humor in den sozialen Medien und als Unterstützung. Der Sprecher von Norwegian, Eivind Hammer Myhre, erklärte, dass das Unternehmen die Klage nicht verstehe und es bedauere, dafür verklagt zu werden, dass man Sporthelden unterstütze.

Dennoch betonen Rechtsexperten, dass die Position des Spielers ausreichend stark ist. Tore Lunde, Professor für Marketingrecht an der Universität Bergen, erklärte, dass Haaland auf Grundlage des norwegischen Marketinggesetzes sowie der Bestimmungen zum Schutz der Persönlichkeit gute Chancen habe. Aktuelle Präzedenzfälle des Obersten Gerichtshofs Norwegens schützen das Bild und die persönlichen Merkmale von Sportlern strikt vor der unbefugten Nutzung für kommerzielle Unternehmenszwecke.

Die vom Gericht geplante erste Anhörung per Videokonferenz ist für den 9. Oktober dieses Jahres angesetzt. Es wird erwartet, dass dieser Rechtsstreit ein wichtiger Präzedenzfall im internationalen Sportrecht für den Schutz des Images und der persönlichen Marke von Sportlern wird. Die Verhandlungen und das Gerichtsverfahren zwischen den Parteien werden zweifellos Auswirkungen auf künftige Fragen zur Nutzung von Sportler-Abbildern haben.

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