Von Schuhen zu KI: Allbirds wird als Smartbird neu geboren

Von Schuhen zu KI: Allbirds wird als Smartbird neu geboren

Die Marke Allbirds, weltweit bekannt für ihre bequemen Sneaker, hat eine unerwartete Transformation vollzogen. Das Unternehmen hat sein Schuhgeschäft vollständig verkauft und tritt nun unter dem Namen Smartbird in den Markt für AI-Infrastruktur ein. Viele Analysten bewerten diesen Wechsel als eine der ungewöhnlichsten Wendungen im Silicon Valley. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet gibt die Seite an.

Das Unternehmen verkaufte seine Schuhsparte für 43 Millionen Dollar und mobilisierte über die Börse weitere 100 Millionen Dollar an Investitionen. Diese Mittel werden nun in die Entwicklung der neuen Ausrichtung fließen. Nadia Carlsten, promovierte Ingenieurin und ehemalige Führungskraft bei AWS (Amazon Web Services), wurde zur CEO von Smartbird ernannt.

Eine neue Ära ohne Mitarbeiter

Interessanterweise gab es zum Zeitpunkt der Ernennung der neuen Unternehmensleiterin noch keinen einzigen Mitarbeiter unter ihr. In einem Interview mit TechCrunch erklärte Frau Carlsten, dass sie derzeit vollständig mit dem Aufbau eines neuen Teams und der Suche nach einem Büro beschäftigt sei. Ihren Worten zufolge seien alle Prozesse im Zusammenhang mit dem Schuhgeschäft offiziell abgeschlossen.

Smartbird positioniert sich als Anbieter von AI-Infrastruktur. Das Unternehmen plant, die Rechenleistung bereitzustellen, die für das Training und den Betrieb von Deep-Learning-Modellen erforderlich ist. Dabei zielt das Unternehmen jedoch nicht auf gewöhnliche Cloud-Dienste ab, sondern auf Kunden, die besonderen Wert auf Datensouveränität legen.

Priorität für Datensicherheit und Datenschutz

Laut Nadia Carlsten wird Smartbird nicht direkt mit den großen Marktteilnehmern oder Neo-Cloud-Diensten konkurrieren. Die Hauptkunden des Unternehmens werden Organisationen sein, die aus politischen oder geschäftlichen Gründen die volle Kontrolle über ihre Server behalten wollen. Beispiele hierfür sind Großunternehmen in der Pharma-, Energie- und Finanzbranche sowie im öffentlichen Sektor.

Während viele Unternehmen derzeit AI-Tools testen, bietet Smartbird ihnen eine sichere Umgebung zur Verwaltung ihrer eigenen spezialisierten Modelle an. Carlsten plant, bis Ende des Jahres Rechencluster für mehrere Kunden in Betrieb zu nehmen.

Es ist anzumerken, dass Giganten wie Hewlett Packard und Equinix in diesem Bereich bereits ihre Dienste anbieten. Die größte Herausforderung für Smartbird wird darin bestehen, diesem Wettbewerb mit einem noch nicht geformten Team standzuhalten und das Vertrauen der Investoren zu rechtfertigen. Während einige diesen Schritt von Allbirds als riskant betrachten, sehen andere darin den einzigen Weg, sich an das Zeitalter moderner Technologien anzupassen.

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