Großer Cyberangriff auf Klue: Hacker streiten um gestohlene Daten

Großer Cyberangriff auf Klue: Hacker streiten um gestohlene Daten

Klue, ein Anbieter von Marktanalyse- und Competitive-Intelligence-Diensten, wurde Opfer eines schweren Cyberangriffs. Ersten Informationen zufolge drangen Hacker in das System ein und erlangten vertrauliche Daten zahlreicher Kunden. Dieser Vorfall gefährdet nicht nur den Ruf des Unternehmens, sondern auch die Sicherheit der großen Tech-Giganten, die seine Dienste nutzen. Dies berichtet Techcrunch.com Bericht heißt es.

Unternehmensvertreter teilten TechCrunch mit, dass derzeit Verhandlungen mit der für den Diebstahl verantwortlichen Gruppe namens "Icarus" geführt werden. In einem vertraulichen Schreiben an seine Kunden betonte Klue, dass die Hacker versprochen hätten, die gestohlenen Daten zu löschen, und dass dieser Prozess bereits begonnen habe. Die Situation hat sich jedoch unerwartet zugespitzt.

Konflikt zwischen Hackern und neue Bedrohungen

Die Lage verschärfte sich, als eine zweite, unbekannte Hackergruppe auftrat. Diese Gruppe behauptet, einen Teil der gestohlenen Daten durch einen Fehler eines "Icarus"-Operators erneut gestohlen zu haben. Nun drohen sie den Kunden von Klue direkt und fordern Zahlungen, um ein Datenleck zu verhindern.

Die zweite Gruppe gibt an, dass der "Icarus"-Operator ein in Großbritannien lebender Teenager sei, der einen Fehler bei der Serversicherung begangen habe. Die neuen Erpresser geben auf ihrer Website an, eine Liste von insgesamt 195 betroffenen Unternehmen zu besitzen. Klue ruft seine Kunden seinerseits dazu auf, keinerlei Zahlungen an diese neue Gruppe zu leisten.

Die Liste der vom Cyberangriff betroffenen Unternehmen ist beträchtlich und umfasst weltweit bekannte Marken:

  • LastPass und HackerOne;
  • Snyk und Recorded Future;
  • Tanium und Sprout Social;
  • Gong, Jamf sowie Huntress.
Nach Angaben von Klue verfügt die zweite Gruppe nicht über alle Daten, sondern nur über Beispieldateien einiger Kunden. Dennoch stufen Cybersicherheitsexperten diesen Fall als hochriskant ein, da die gestohlenen Daten Unternehmensstrategien und interne Analysen enthalten könnten.

Bisher hat Klue keine offizielle Information darüber bekannt gegeben, ob Zahlungen an die Hacker geleistet wurden. Die Website der Gruppe "Icarus" ist derzeit offline, was Spekulationen verstärkt, dass das Unternehmen eine Einigung mit den Hackern erzielt hat. Für usbekische Nutzer und lokale IT-Experten ist dies eine wichtige Warnung, dass bei der Arbeit mit internationalen Diensten auf die Datenintegrität geachtet werden muss.

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