X-Plattform verstärkt Kampf gegen Content-Diebe: Einnahmen werden an Eigentümer zurückgegeben

Das soziale Netzwerk X (ehemals Twitter), das Elon Musk gehört, hat drastische Maßnahmen zum Schutz des Urheberrechts und zur Regulierung des Umsatzbeteiligungssystems der Plattform angekündigt. Das Unternehmen hebt den Kampf gegen Konten, die durch die Aneignung von Videos und Textbeiträgen anderer Nutzer Geld verdienen, auf eine neue Stufe. Diese Maßnahmen zielen nicht nur darauf ab, Content-Diebstahl zu reduzieren, sondern auch echte Urheber zu belohnen. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.
Der X-Ingenieur Christopher Byrne gab bekannt, dass die neue Version des Grok AI-Modells der Plattform nun dreimal effektiver kopierte Inhalte erkennen kann als zuvor. Das System analysiert nicht nur Videos, sondern auch viral gegangene Textbeiträge. Wenn ein Nutzer versucht, das Video eines anderen als sein eigenes auszugeben, indem er Wasserzeichen oder gefälschte Intros hinzufügt, werden alle Werbeeinnahmen aus diesem Beitrag automatisch an den ursprünglichen Autor weitergeleitet.
Kampf gegen Künstliche Intelligenz und Bots
Derzeit erfolgt der Content-Diebstahl in sozialen Netzwerken häufig mithilfe automatisierter Bots. Laut Angaben von X wurden im letzten Zyklus über 1,5 Millionen gestohlene Beiträge identifiziert. Dank dieses neuen Mechanismus wird erwartet, dass über 1 Million Dollar an die rechtmäßigen Eigentümer zurückfließen. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbsumfelds auf der Plattform.Das Unternehmen hat zudem den Kampf gegen Bots beschleunigt. Laut Daten vom April erkennt und blockiert die Plattform durchschnittlich 208 Bots pro Minute. Diese Zahl steigt täglich, da durch Künstliche Intelligenz erstellte Fake-Konten dem Ökosystem des sozialen Netzwerks ernsthaften Schaden zufügen.
Bestrafung für „Engagement-Fallen“
Gemäß den neuen Regeln werden nicht nur Content-Diebstahl, sondern auch Versuche, die Interaktion künstlich zu steigern (Engagement Bait), streng kontrolliert. Nutzer, die beispielsweise mit Versprechen wie „Ich folge jedem, der antwortet“ ein Publikum aufbauen, werden vom Umsatzprogramm ausgeschlossen. Bei dreimaliger Wiederholung kann das Konto des Nutzers dauerhaft gesperrt werden.Die Führung von X hat sogar die bekanntesten Blogger diesbezüglich gewarnt. So wurde beispielsweise der weltweit reichste YouTuber MrBeast dafür kritisiert, finanzielle Belohnungen für das Ansehen von Videos versprochen zu haben. Laut der Plattform mindert die künstliche Bindung von Nutzern die Qualität des sozialen Netzwerks.
Diese Änderungen stellen die X-Plattform auf eine Stufe mit Konkurrenten wie Instagram, Facebook und Reddit. Diese Plattformen hatten bereits technische Mittel zur Erkennung von erneut hochgeladenen Inhalten (Reposts) eingeführt. Nun zielt auch X darauf ab, Ersteller von Originalinhalten durch seinen Video-Editor und interne Tools zu unterstützen.

















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