Wi-Fi- und Bluetooth-Frequenzen sollen in den USA für Satelliten freigegeben werden

Wi-Fi- und Bluetooth-Frequenzen sollen in den USA für Satelliten freigegeben werden

Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) wird am 6. August eine neue Initiative prüfen, die einen Wendepunkt in der Technologiewelt darstellen könnte. Dem Entwurf zufolge könnten Frequenzen, die für lizenzfreie Geräte wie Wi-Fi, Bluetooth und intelligente Sensoren vorgesehen sind, für den direkten Datenaustausch mit Satelliten geöffnet werden. Diese Entscheidung würde die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen alltäglicher Unterhaltungselektronik und dem Weltraum grundlegend erweitern. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Es ist geplant, mehr als 225 MHz des Spektrums im "Part 15"-Band, in dem derzeit Wi-Fi- und Bluetooth-Geräte arbeiten, kostenlos für die Satellitenkommunikation bereitzustellen. Laut ixbt.com könnten Nutzer bei einer Umsetzung dieser Änderung durch ein einfaches Software-Update eine Satellitenverbindungsfunktion auf ihren vorhandenen Geräten erhalten, ohne dass zusätzliche Lizenzen erforderlich sind. Dies wäre ein wichtiger Schritt zur globalen Erweiterung der Kommunikationsabdeckung.

Neue Möglichkeiten und IoT-Entwicklung

Experten der FCC sind der Ansicht, dass diese Entscheidung die Entwicklung von Satellitendiensten der nächsten Generation beschleunigen wird. Insbesondere Unternehmen wie Hubble Network und Spire könnten dann weit verbreitete Frequenzen nutzen, ohne Zeit und Geld für spezielle Genehmigungen aufzuwenden. Zudem würde die Nutzung herkömmlicher Wi-Fi-Geräte auf kommerziellen Orbitalstationen wie Haven-1 von Vast ermöglicht.

Die neuen Regeln eröffnen auch neue Horizonte für satellitengestützte IoT-Netzwerke (Internet der Dinge). Es wird erwartet, dass diese Technologie in folgenden Bereichen revolutionäre Veränderungen bewirkt:

  • Fernüberwachung der Umwelt;
  • Einführung von Smart-Farming-Systemen;
  • Echtzeit-Verfolgung von internationalem Frachtverkehr und Logistik;
  • Gewährleistung einer unterbrechungsfreien Kommunikation in Notfällen.

Einwände von Marktriesen und technische Risiken

Die Initiative stößt jedoch nicht bei allen auf Zustimmung. Unternehmen wie SpaceX, AST SpaceMobile und Amazon, die Milliarden in Direct-to-Device (D2D)-Technologie investiert haben, könnten sich gegen das Aufkommen einer kostenlosen Alternative aussprechen. Es ist verständlich, dass sie den Wettbewerb gefährdet sehen, wenn andere kostenlosen Zugang erhalten, während sie selbst hohe Gebühren für lizenziertes Spektrum gezahlt haben.

Auch Radioastronomen äußern Bedenken. Eine erhöhte Aktivität im 2,4 GHz-Band könnte die Qualität wissenschaftlicher Beobachtungen und Navigationsmessungen negativ beeinflussen. Dennoch stellt die FCC strenge Anforderungen an Satellitenbetreiber: Sie dürfen bestehende lizenzierte Dienste nicht stören und müssen sich an auftretende Störungen anpassen. Die Frage der Signalrückführung vom Satelliten zur Erde bleibt vorerst offen, doch das Treffen im August dürfte viele Fragen klären.

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