Verzicht auf Huawei-Ausrüstung kostet Europa zweistellige Milliardenbeträge

Verzicht auf Huawei-Ausrüstung kostet Europa zweistellige Milliardenbeträge

Der Prozess des Verzichts auf die Ausrüstung von Huawei und anderen chinesischen Technologiegiganten beim Aufbau von 5G-Netzen in den Ländern der Europäischen Union wird voraussichtlich deutlich teurer als erwartet. Laut Daten des Analysezentrums GSMA könnte die Umsetzung dieser strategischen Entscheidung zusätzliche Kosten für die Wirtschaft der Region in Höhe von 30 bis 40 Milliarden Euro verursachen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Ursprünglich hatte die Europäische Kommission diese Modernisierungsarbeiten auf etwa 10 bis 13 Milliarden Euro geschätzt. Neue Berechnungen zeigen jedoch, dass die tatsächlichen Kosten fast dreimal so hoch sein könnten wie die ursprünglichen Prognosen. Es wird erwartet, dass diese Situation nicht nur die Telekommunikationsbetreiber, sondern auch die Budgets der normalen Verbraucher schwer belasten wird.

Hauptkostenpunkte

Der größte Teil der Kosten, nämlich zwischen 16 und 22 Milliarden Euro, wird für den Austausch der Basisstationen und Netzwerkausrüstung der Mobilfunkbetreiber aufgewendet. Dieser Prozess erfordert eine vollständige Überarbeitung der bestehenden Infrastruktur, da Huawei-Technologien das Rückgrat der Netze in vielen europäischen Ländern bilden.

Darüber hinaus sind weitere 9 bis 12 Milliarden Euro für die Modernisierung der Transportinfrastruktur zwischen den Netzknoten erforderlich. Der Austausch zugelassener stationärer Breitbandanschlusstechnik könnte zusätzliche Investitionen in Höhe von 5 Milliarden Euro erfordern. Laut Ixbt.com kontrolliert Huawei derzeit mindestens ein Viertel des Marktes für Mobilfunknetzausrüstung in der Europäischen Union.

Rückgang des Wettbewerbs und steigende Preise

Der Rückzug chinesischer Anbieter aus dem Markt könnte die Position europäischer Marken wie Ericsson und Nokia stärken. Eine künstliche Einschränkung des Wettbewerbs führt jedoch marktgesetzlich zu Preiserhöhungen. GSMA-Analysten sind besorgt über die Entstehung eines monopolistischen Umfelds auf dem Markt.

Experten sind der Meinung, dass infolge dieser Änderungen folgende Konsequenzen zu beobachten sein könnten:

  • Preise für Mobilfunkdienste steigen um durchschnittlich bis zu 24 Prozent;
  • Preise für stationäre Internetdienste steigen um etwa 19 Prozent;
  • Verlangsamung des Tempos bei der Einführung neuer 5G-Technologien.
In Anbetracht der Tatsache, dass Huawei-Ausrüstung auch auf dem Markt in Usbekistan weit verbreitet ist, wird dieser Trend in Europa nicht ohne Auswirkungen auf die Preisgestaltung und die Lieferketten im globalen Technologiemarkt bleiben. Solche enormen Kosten für europäische Betreiber könnten auch zu einer Verringerung der für Innovationen bereitgestellten Mittel führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese aus Sicherheitsgründen getroffenen politischen Entscheidungen den europäischen Telekommunikationssektor vor ernsthafte finanzielle Herausforderungen stellen. Die Entwicklung der digitalen Wirtschaft in der Region wird in den kommenden Jahren direkt davon abhängen, wie diese Kosten gedeckt werden und wie eine effektive Zusammenarbeit mit alternativen Anbietern gelingt.

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