Sojus MS-28 bringt ISS-Besatzung zur Erde zurück: 2000 Grad Hitze und weiche Landung

Sojus MS-28 bringt ISS-Besatzung zur Erde zurück: 2000 Grad Hitze und weiche Landung

Das bemannte Raumschiff „Sojus MS-28“, das seine Mission auf der Internationalen Raumstation (ISS) erfolgreich abgeschlossen hat, ist zur Erde zurückgekehrt. Am 26. Juli um 15:25 Uhr Taschkenter Zeit landete die Landekapsel des Raumschiffs sanft in dem dafür vorgesehenen Gebiet etwa 147 Kilometer südöstlich der Stadt Schesqasghan in Kasachstan. Dieser Flug markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Station und beendet die langfristigen wissenschaftlichen Aktivitäten der Besatzungsmitglieder. Dies berichtete Ixbt.com berichtet .

An Bord des Raumschiffs befanden sich die russischen Kosmonauten Sergei Kud-Swertschkow und Sergei Mikajew sowie der NASA-Astronaut Christopher Williams. Sie waren im Rahmen der 74. Langzeitexpedition insgesamt 241 Tage lang auf der ISS tätig. Während dieser Zeit führten die Forscher Dutzende wissenschaftliche Experimente durch und erfüllten wichtige Aufgaben zur Erhaltung des technischen Zustands der Station.

Extremer Test in der Atmosphäre

Der Landevorgang gestaltete sich technisch äußerst komplex und riskant. Laut Angaben von ixbt.com führte das Raumschiff nach dem Abkoppeln vom russischen Segment der Station ein Bremsmanöver durch und leitete den Ausstieg aus der Umlaufbahn ein. Die spannendste und schwierigste Phase des Fluges war der Eintritt in die dichten Schichten der Atmosphäre.

Um die sich mit Hyperschallgeschwindigkeit bewegende Landekapsel herum bildete sich eine Plasmagole, und die Temperatur stieg auf bis zu 2000 Grad Celsius. Unter derartigen Extrembedingungen hielt der Rumpf des Raumschiffs enormen thermischen Belastungen stand. Ein zeitweiliger Kommunikationsabbruch mit dem Raumschiff ist zu diesem Zeitpunkt normal, da die Plasmaschicht Radiowellen undurchdringlich macht.

Nachdem die maximalen Belastungen überwunden waren, öffnete das Raumschiff sein Fallschirmsystem. Wenige Sekunden vor dem Aufsetzen auf die Erdoberfläche zündeten die „Weichlandungs“-Triebwerke und senkten die Sinkgeschwindigkeit auf ein Minimum. Dies gewährleistete die sichere und verletzungsfreie Rückkehr der Kosmonauten und des Astronauten zur Erde.

Ergebnisse und Bedeutung der Mission

Der Abschluss dieser Expedition zeigt die Kontinuität der internationalen Raumfahrtkooperation. Während der 241-tägigen Mission arbeitete die Besatzung in folgenden Bereichen:

  • Erforschung biologischer Prozesse unter Mikrogravitationsbedingungen;
  • Erforschung der Auswirkungen von Weltraumstrahlungen auf den menschlichen Körper;
  • Außenbordeinsätze im freien Weltraum und Wartungsarbeiten;
  • Durchführung von Materialwissenschafts-Experimenten der neuen Generation.
Derzeit stehen alle Besatzungsmitglieder unter ärztlicher Aufsicht, und ihr Zustand wird als stabil eingeschätzt. Da sich die Kosmonauten und der Astronaut lange Zeit in Schwerelosigkeit befanden, absolvieren sie nun einen mehrwöchigen Rehabilitationsprozess. Während dieser Zeit muss sich ihr Organismus wieder an die Erdanziehungskraft anpassen.

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