Top-Managerin in Moskau wegen Hochladens vertraulicher Daten auf DeepSeek entlassen

Top-Managerin in Moskau wegen Hochladens vertraulicher Daten auf DeepSeek entlassen

Ein Moskauer Gericht hat die Klage einer ehemaligen Vertriebsleiterin eines Ingenieurunternehmens auf Wiedereinstellung und Entschädigung abgewiesen. Laut den von RIA Novosti eingesehenen Gerichtsunterlagen wurde die Mitarbeiterin entlassen, weil sie Geschäftsgeheimnisse an externe Quellen, insbesondere den KI-Dienst DeepSeek, weitergegeben hatte. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.

Es wurde bekannt, dass die Frau weniger als ein halbes Jahr im Unternehmen als Vertriebsleiterin mit einem Monatsgehalt von über 800.000 Rubel tätig war. Nach ihrer Entlassung forderte sie, die Anordnung der Geschäftsführung für rechtswidrig zu erklären, den Grund für die Beendigung des Arbeitsvertrags in „einvernehmliche Auflösung“ zu ändern und die im Vertrag vorgesehene „goldene Fallschirm“-Abfindung in Höhe von 5 Millionen Rubel auszuzahlen.

Folgen von Sicherheitsverstößen

In den Gerichtsunterlagen heißt es, dass für die Klägerin keine betriebliche Notwendigkeit bestand, Informationen von den lokal geschützten Speichergeräten des Arbeitgebers zu extrahieren, sie an eine externe, vom Unternehmen nicht kontrollierte E-Mail-Adresse weiterzuleiten oder sie auf den Drittanbieter-Dienst DeepSeek hochzuladen. Die Unternehmensführung bewertete dieses Verhalten als schwerwiegenden Verstoß gegen die Sicherheits- und Geheimhaltungsvorschriften.

Zur Erinnerung: Ende Juli wurde bekannt, dass aufgrund einer Datenaustauschfunktion in der Benutzeroberfläche des chinesischen Chatbots DeepSeek private Korrespondenzen von Nutzern, einschließlich Kundenkommunikation und wichtiger Geschäftsdokumente, an die Öffentlichkeit gelangt waren.

Das Thema Unternehmensdatensicherheit

Dieser Rechtsstreit hat erneut gezeigt, wie gefährlich der Einsatz moderner Technologien und KI-Tools im Unternehmensumfeld sein kann. Die unkontrollierte Nutzung öffentlicher neuronaler Netze wie ChatGPT oder DeepSeek durch Mitarbeiter im Arbeitsalltag führt heute häufig dazu, dass vertrauliche Informationen in die Hände Dritter gelangen.

Rechtsexperten betonen, dass dieses Gerichtsurteil als wichtiger Präzedenzfall für andere Unternehmen in Russland dienen könnte. Arbeitgeber gehen nun strenger mit der digitalen Hygiene und den Anforderungen zum Schutz vertraulicher Daten um und ergreifen Maßnahmen, um die Nutzung moderner KI-Dienste strikt einzuschränken.

Zamin.uz zu Google hinzufügenLesen Sie «Zamin» auf Telegram!
Discuss with Zamin AIAnalyze the news, get useful answers

Kommentare 0

Ähnliche Nachrichten