Warum Gigabyte RTX 4060 Grafikkarten durchbrennen

Warum Gigabyte RTX 4060 Grafikkarten durchbrennen

In letzter Zeit erregt die Tech-Welt Aufmerksamkeit durch Fälle plötzlicher Ausfälle und verbrannter Platinen bei Gigabyte GeForce RTX 4060 Grafikkarten. Laut ixbt.com hat die brasilianische Werkstatt SidNesLON zusammen mit dem bekannten Reparaturspezialisten Paulo Gomes eine Sonderuntersuchung durchgeführt, um die Ursache dieses Problems zu ermitteln, berichtet Ixbt.com. berichtet .

Zuvor hatten viele Experten und Nutzer vermutet, dass solche Ausfälle durch Beschädigungen über den HDMI-Anschluss verursacht wurden. Tiefgehende Analysen zeigten jedoch, dass diese Annahme falsch war und die wahre Ursache woanders liegt.

Untersuchung und Hauptursachen

Während der Prüfung untersuchten die Spezialisten mit einem Oszilloskop und einem Multimeter mehrere funktionierende und beschädigte Grafikkarten im Detail. Dabei stellte sich heraus, dass die Fehlfunktion nicht auf den HDMI-Port zurückzuführen ist, sondern auf einen schwerwiegenden Defekt im Stromversorgungssystem (VRM) des Geräts.

Es hat sich herausgestellt, dass die vier Stromversorgungsphasen der GPU nicht synchron in unterschiedlichen Modi arbeiten. Insbesondere schaltet eine der Phasen mit einer deutlich höheren Frequenz, was zu einer ungleichmäßigen Verteilung der elektrischen Last auf die Phasen führt.

Überhitzung und ihre Folgen

Infolge der ungleichmäßigen Leistungsverteilung überhitzen die MOSFET-Elemente extrem. Dies kann so weit gehen, dass die Platine (PCB) in der Nähe der Videoausgänge schwarz wird und sogar verkohlt.

Interessanterweise erweckte die Tatsache, dass die Brandspuren direkt neben den Videoausgängen auftraten, bei vielen den falschen Eindruck, der Schaden stamme von HDMI. Tatsächlich liegt der Kern des Problems an einer ganz anderen Mikroschaltung.

Experten zufolge ist die Hauptquelle dieses Problems die Strommessschaltung (Current Sense/PWM). Abweichungen in der Konfiguration und im Widerstand der Komponenten stören die Abstimmung der Leistungsphasen und beeinträchtigen die Stabilität des gesamten Systems.

Beim Testen von Behebungsmaßnahmen für das erkannte Problem tauschten die Techniker die Elemente der Strommessschaltung am beschädigten Exemplar aus. Zudem wurden die verbrannten Leiterbahnen repariert, ein neuer MOSFET installiert und eine zusätzliche Sicherung in die 12V-Stromleitung integriert.

Nach Abschluss der Reparaturen wurde eine erneute Prüfung mit dem Oszilloskop durchgeführt, wobei festgestellt wurde, dass der Phasenbetrieb wesentlich gleichmäßiger geworden ist. Danach bestand die Grafikkarte alle schweren Stresstests erfolgreich und stellte ihre Funktionsfähigkeit vollständig wieder her.

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