Betelgeuse hat sich als Doppelstern erwiesen

Astronomen ist es zum ersten Mal gelungen, den „unsichtbaren“ Begleiter von Beteigeuze abzubilden, einem der hellsten und am besten untersuchten Objekte am Nachthimmel. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Dr. Miguel Montargès vom Observatorium Paris entdeckte ein Doppelsternsternsystem mit einem roten Riesenstern, dessen Begleiter eine Masse von drei Sonnen besitzt. Diese Entdeckung ist ein wichtiger Schritt für die wissenschaftliche Gemeinschaft zum Verständnis eines der geheimnisvollsten Prozesse im Universum, berichtet Ixbt.com berichtet .
Laut ixbt.com liefert eine in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit neue Informationen über Alpha Orionis, das sich 724 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet. Dieser rote Überriese ist etwa 8 Millionen Jahre alt, hat einen Radius von dem 1,400-fachen der Sonne und eine Leuchtkraft, die 100 000 Mal größer ist. Der Stern nähert sich dem Ende seines Lebenszyklus und wird eines Tages als Supernova explodieren, die hell genug leuchtet, um tagelang sogar mehrere Wochen lang tagsüber sichtbar zu sein.
Wie wurde der neue Begleiter entdeckt?
Bei der Suche nach dem unbekannten Partner nutzten Fachleute das Instrument SPHERE-ZIMPOL am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte. Dieses ursprünglich zur Suche nach Exoplaneten entwickelte System mit extrem adaptiver Optik ermöglichte hochkontrastreiche Aufnahmen. Die Beobachtungen wurden am 3. und 6. Dezember 2024 durchgeführt – genau zu dem Zeitpunkt, an dem der maximale visuelle Abstand des Begleiters zum Hauptstern vorausgesagt wurde.Infolgedessen registrierten Wissenschaftler ein Kandidatenobjekt namens Beteigeuze B mit einer statistischen Signifikanz von 6,1 Sigma. Dieser Körper befindet sich in einem Winkelabstand von 52,32 Millibogensekunden vom Hauptstern, was einer projizierten Entfernung von etwa 8,8 astronomischen Einheiten entspricht. Analysen zeigten, dass Beteigeuze B ein typischer junger Hauptreihenstern mit einer Masse von 2,6 bis 3,1 Sonnenmassen ist.
Wissenschaftliche Bedeutung und zukünftige Pläne
Die Tatsache, dass keine Ultraviolett-, Röntgen- oder H-alpha-Strahlung nachgewiesen wurde, bestätigt, dass es sich bei diesem Objekt nicht um einen frühen, aktiven Protostern handelt. Studienleiter Dr. Montargès stellte erfreut fest, dass er sich zunächst wegen mangelnder Empfindlichkeit gesorgt hatte, der Stern sich jedoch als größer als erwartet herausstellte und ins Auge fiel. Dieser Fund enthüllt das Geheimnis der langfristigen Variabilität, die mit der Oberflächenstruktur des Riesen und der Bewegung orbitaler Begleiter verbunden ist, welche den Sternenwind beeinflussen.Es wird betont, dass die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Überlagerung mit einem Hintergrundstern derzeit bei Null liegt. Um die gravitative Bindung des Systems vollständig zu bestätigen, ist jedoch eine weitere Beobachtung nach der Hälfte der Umlaufzeit erforderlich, sobald der Begleiter auf die gegenüberliegende Seite des Überriesen wechselt.

















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