Inforcer sichert sich 50 Millionen US-Dollar für KI und Sicherheit

Das in London ansässige Startup Inforcer hat in einer von Insight Partners angeführten Finanzierungsrunde der Serie C 50 Millionen US-Dollar eingesammelt, um kleinen Unternehmen bei der Bewältigung moderner KI- und Cybersicherheitsrisiken zu helfen. Diese Investition verdeutlicht die rasant steigende Nachfrage nach Outsourcing-Diensten, insbesondere Managed Service Providern (MSPs), da sich die meisten kleinen Unternehmen keine eigene IT-Abteilung leisten können. Das berichtet Techcrunch.com so .
Laut TechCrunch entwickelt Inforcer Software, die speziell auf solche Provider zugeschnitten ist. Über diese Plattform können Spezialisten die Microsoft 365-Konten ihrer Klein- und Mittelstandskunden zentral und effizient verwalten. Da die Entwicklung von Cybersicherheits- und KI-Technologien interne IT-Prozesse heute stark verkompliziert hat, stützen sich viele Unternehmen genau auf solche externen Experten.
Finanzielles Wachstum und rasche Schritte
In den vergangenen 18 Monaten gelang es Inforcer, in drei aufeinanderfolgenden Runden insgesamt 110 millionen US-Dollar einzusammeln. Laut dem CEO und Mitgründer des Unternehmens verzeichnet das Geschäft ein jährliches Wachstumstempo von 300 Prozent. Zwischen der Serie-B- und der Serie-C-Runde hat sich die Bewertung des Unternehmens verdoppelt, genaue Zahlen wurden jedoch nicht genannt. Solche in kurzer Zeit realisierten Finanzierungsrunden erklären sich durch die beispiellose und rasante Veränderung von Cyberrisiken und KI.Das 2023 gegründete Startup lenkte den Großteil seines Kapitals in die Produktentwicklung. Insbesondere wurde die Shadow AI-Funktion entwickelt, die die unbefugte Nutzung von KI-Tools auf Firmengeräten erkennt, sowie Tools zur Echtzeit-Erfassung von Risiken. Cybersicherheit hat sich zu einem der ernsthaftesten Probleme entwickelt, wobei Angriffe heute nicht mehr monatelang geplant, sondern innerhalb von Minuten ausgeführt werden.
Neue Bedrohungen und zukünftige Pläne
Angreifer nutzen Large Language Models (LLMs), um Zielobjekte zu analysieren und noch überzeugendere Phishing-E-Mails zu verfassen. Dies bedeutet, dass kleine Unternehmen noch nie dagewesenen, automatisierten und großflächigen Risiken ausgesetzt sind. Neben Hackern bleiben auch der Schutz von Firmendaten und die Regulierung des Einsatzes von KI-Agenten im Geschäftsbereich drängende Aufgaben.Derzeit plant Inforcer, seine Position auf dem US-Markt weiter auszubauen. Die Einführung neuer Produkte führte zudem zu einer leichten Änderung des Geschäftsmodells. Wurde der frühere 365 Manager nach der Anzahl der Kunden bemessen, wird nun bei Bedrohungserkennungstools auf ein nutzerbasiertes Modell umgestellt. Künftig könnte mit der Integration von KI-Funktionen in die Plattform auch eine Token- oder verbrauchsbasierte Preispolitik eingeführt werden.
Unternehmensvertreter betonen, dass sie sich weiterhin hauptsächlich auf die Arbeit mit Microsoft-Paketen konzentrieren werden. Da Microsoft seine Produkte vor allem für Großkonzerne entwickelt, gibt es breite Möglichkeiten für spezialisierte Anbieter, die kleinere und segmentierte Kunden bedienen. Inforcer sieht sich selbst nicht als Konkurrenten zu Microsoft, sondern als ergänzenden Partner.

















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