Japans ispace wählt H3-Rakete statt Falcon 9

Japans ispace wählt H3-Rakete statt Falcon 9

Das japanische Raumfahrtunternehmen ispace hat angekündigt, für zukünftige Mondmissionen auf US-amerikanische Technologie zu verzichten und stattdessen auf die nationale H3-Rakete zu setzen. Laut ixbt.com wird das für 2028 geplante Programm Mission 3 einen neuen Lander namens Ultra ins All befördern. Damit wird zum ersten Mal ein japanisches privates Startup die H3-Trägerrakete nutzen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Diese Entscheidung stellt einen Meilenstein für ispace dar, da seine ersten beiden Mondraumschiffe mit Falcon-9-Raketen des US-Unternehmens SpaceX ins All gestartet wurden. Nun geht die Vereinbarung zwischen ispace und dem H3-Hersteller Mitsubishi Heavy Industries (MHI) über einen einfachen Handelsvertrag hinaus und zielt darauf ab, das erste private Mondtransportsystem Japans zu schaffen.

Währungsschwankungen und Raketenzuverlässigkeit

Bei der Wahl der H3-Trägerrakete wurden nicht nur die Unterstützung der nationalen Raumfahrtinfrastruktur, sondern auch deren technische Merkmale, Flugbedingungen und die Kompatibilität mit dem neuen Modul berücksichtigt. Obwohl der Vertragswert nicht bekannt gegeben wurde, wies ispace-Chef Takeshi Hakamada darauf hin, dass die Schwächung des japanischen Yen die in US-Dollar abgerechneten Falcon-9-Dienste für japanische Kunden erheblich verteuert hat.

Gleichzeitig wurden auch die früheren Probleme der H3-Rakete nicht ignoriert. Von den bisher 8 durchgeführten Flügen waren 2 fehlgeschlagen. Nachdem der Träger jedoch wieder erfolgreiche Flüge absolviert hatte, stufte die Unternehmensleitung dieses Risiko als akzeptabel ein. Es ist erwähnenswert, dass die Zusammenarbeit mit SpaceX nicht vollständig eingestellt wurde.

Große Zukunftspläne und Zusammenarbeit mit Europa

ispace plant für die Zukunft die Umsetzung weiterer Großprojekte. Nach Angaben des Unternehmens wird das neue Transportsystem Mobile Cargo System nicht vor 2030 an Bord von Starship zum Mond aufbrechen. Dies wird die Logistikkapazitäten des Unternehmens weiter ausbauen.

Darüber hinaus hat die europäische Niederlassung des Unternehmens einen wichtigen Vertrag im Wert von 65 Millionen Euro von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erhalten. Diese Mittel werden für den Abschluss der Entwicklung des Mondrovers MAGPIE verwendet, der zum Südpol des Mondes reisen soll, um Wassereis zu suchen und den Boden zu erforschen. Dieses Gerät wird 2029 im Rahmen von Mission 4 zum Mond geschickt.

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