Neue Kunststoffkabel für KI-Infrastruktur entwickelt

Neue Kunststoffkabel für KI-Infrastruktur entwickelt

Da Übertragungsgeschwindigkeit und Energieverbrauch bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz und neuronaler Netze immer wichtiger werden, hat Point2 Technology aus den USA 136 Millionen US-Dollar zur Kommerzialisierung eines neuen Kabeltyps eingeworben, wie Ixbt.com berichtet.

Experten zufolge entwickeln sich kabelgebundene Verbindungen innerhalb von Server-Racks in modernen Rechenzentren zu einem wesentlichen Hindernis für die Weiterentwicklung von Computersystemen. Mit der Skalierung von KI-Systemen und der Steigerung der Bandbreite auf Terabit-Geschwindigkeiten gewinnen Verbindungen zwischen Prozessoren und Servern entscheidende Bedeutung.

Vorteile der neuen Technologie

Die e-Tube-Plattform von Point2 basiert auf der Übertragung von Hochfrequenzsignalen über flexible Kunststoff-Wellenleiter anstelle herkömmlicher Kupferleitungen oder Glasfaserkabel. Dieser Ansatz kann die Möglichkeiten von Rechenzentren deutlich erweitern.

Den technischen Daten zufolge ermöglicht die Lösung von Point2 im Vergleich zu Kupferkabeln bei gleichen Kosten eine zehnmal größere Übertragungsdistanz. Gleichzeitig reduziert sie das Gewicht der Verbindungen um das Fünffache und das Kabelvolumen um die Hälfte.

Im Vergleich zu Glasfasern

Im Vergleich zu optischen Kommunikationsleitungen verbrauchen Hochfrequenz-Kunststoff-Wellenleiter dreimal weniger Energie und sind dreimal günstiger. Vor allem reduzieren sie die Latenz bei der Datenübertragung um den Faktor 1.000 und beseitigen Infrastrukturprobleme im Zusammenhang mit der Zuverlässigkeit von Lasersendern.

Der Bau von Rechenzentren für neuronale Netze erfordert Ausgaben von Hunderten Milliarden Dollar, unter anderem für Beschleuniger, Strom und Kühlsysteme. Angesichts der Knappheit bei der Stromversorgung kann jedes an den Verbindungen eingesparte Watt direkt für Berechnungen genutzt werden.

Wie Paul Williamson, Vizepräsident für strategische Investitionen bei Arm, betonte, erfordert die KI-Infrastruktur Verbesserungen im gesamten Technologie-Stack – von Recheneinheiten über den Speicher bis hin zu den Verbindungen. Die eingeworbenen Mittel sollen die Markteinführung der aktiven Hochfrequenzkabel Active RF Cable sowie der e-Tube-Lösungen beschleunigen, die für die direkte Integration in Chipsätze und Server-Racks vorgesehen sind.

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