FlightAware verklagt Kalshi wegen Prognosen zu US-Flugausfällen

FlightAware verklagt Kalshi wegen Prognosen zu US-Flugausfällen

Das bekannte Unternehmen FlightAware, das Flugverbindungen in Echtzeit verfolgt, hat Klage gegen die Prognosemarkt-Plattform Kalshi eingereicht. Wie TechCrunch berichtet, war der Grund dafür, dass Kalshi angeblich nicht genehmigte Glücksspielmärkte zu Ausfällen an US-Flughäfen und von US-Flügen insgesamt eingerichtet hat. TechCrunch.com berichtet .

Kalshi hat offenbar vor etwa einem Monat Prognosemärkte gestartet, über die Nutzer darauf wetten konnten, wie viele Flüge in den USA ausfallen würden. Nach Angaben von FlightAware verwendete die Plattform dabei ohne Genehmigung die Daten und den Markennamen des Unternehmens und zeigte die Daten weiter an, obwohl FlightAware deren Entfernung verlangt hatte.

In der Klageschrift wird betont, dass Kalshi nie darauf hingewiesen habe, bei der Ermittlung der Ergebnisse seiner Wettmärkte ausdrücklich auf FlightAware-Daten zurückzugreifen. Die Führung von FlightAware erfuhr von diesen Glücksspielmärkten erst, nachdem die Medien begonnen hatten, über die Nachricht zu berichten.

Prognosemärkte und Sicherheitsbedrohungen

Kalshi und ähnliche Plattformen wie Polymarket ermöglichen es Nutzern, auf verschiedene zukünftige Ereignisse zu wetten – von den Ergebnissen politischer Wahlen bis hin zur Zahl der Alben, die ein Musiker innerhalb einer Woche verkaufen wird. Diese Märkte haben jedoch bereits gezeigt, dass sie trotz des Verbots von Insiderhandel in den Regeln in hohem Maße von Teilnehmern manipuliert werden können.

So setzte ein Polymarket-Nutzer zuvor auf verdächtige Weise 32.000 Dollar darauf, dass der venezolanische Präsident Nicolás Maduro bis Ende Januar seines Amtes enthoben würde, und gewann 400.000 Dollar, nachdem das US-Militär Maduro wenige Stunden später gefangen genommen hatte. Außerdem soll ein Stenograf des Weißen Hauses vertrauliche Informationen über Reden des Präsidenten genutzt und auf der Kalshi-Plattform mehr als 100.000 Dollar verdient haben.

FlightAware befürchtet, dass solche Glücksspielmärkte missbraucht werden könnten, um auch Flugverbindungen zu beeinflussen. Nach Ansicht des Unternehmens könnte dies eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit gewöhnlicher Passagiere und von Flughafenmitarbeitern darstellen.

Derzeit fordert FlightAware ein Geschworenenverfahren, doch in der Klageschrift wird die Höhe des geltend gemachten Schadens nicht genau genannt. Kalshi hat auf die Bitte von TechCrunch um eine Stellungnahme bislang noch nicht offiziell reagiert.

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