Uber Freight leitet Untersuchung zu Cyberangriff und Datenleck ein

Uber Freight, die Logistiktochter des bekannten internationalen Ride-Sharing-Konzerns, ist zum Ziel von Cyberkriminellen geworden. Eine bekannte Hackergruppe behauptet, unbefugt in die Netzwerke des Transport- und Logistikunternehmens eingedrungen und Daten gestohlen zu haben. Der Vorfall wird derzeit eingehend untersucht, während Spezialisten des Unternehmens versuchen, die Situation unter Kontrolle zu bringen. TechCrunch.com berichtet .
Laut Reuters erklärte ein Vertreter von Uber Freight, der Cybervorfall habe die täglichen Geschäftsabläufe des Unternehmens nicht beeinträchtigt und alle Systeme liefen normal. Dennoch war der Vorfall eine logische Fortsetzung der Welle von Cyberangriffen, die sich in den vergangenen Wochen gegen Transportunternehmen, große Finanzinstitute und private Investmentfonds richtete.
Das jüngste Opfer der Helix-Gruppe
Nach Angaben von TechCrunch steckt die für ihre Aktivitäten bekannte Hackergruppe Helix hinter dem Cyberangriff. Die kriminelle Gruppe ist dafür bekannt, riesige Datenmengen aus den Cloud-Umgebungen ihrer Opfer zu stehlen und bei ausbleibender Zahlung mit deren Veröffentlichung zu drohen. Auf ihrer speziellen Datenleck-Website behaupten die Hacker, auf E-Mail-Postfächer, Cloud-Speicher, Kreditorendaten und Dispositionsdokumente von Uber Freight zugegriffen zu haben.Einige von den Journalisten der Publikation geprüfte Dateien enthielten offenbar Korrespondenz zwischen Uber Freight und seinen Kunden, die vermutlich aus der Mitte des Juni stammt. Experten konnten die Echtheit der bereitgestellten Dokumente jedoch nicht sofort bestätigen. Das Unternehmen hat bislang nicht offiziell mitgeteilt, ob es Nachrichten von den Hackern erhalten oder Lösegeld gezahlt hat.
Googles Analyse und die Methoden der Hacker
Google-Sicherheitsexperten berichteten, dass die Helix-Gruppe Teil eines größeren Hacker-Kollektivs ist, das sie unter dem Namen UNC6671 verfolgen. Die kriminelle Gruppe setzt vor allem auf Social-Engineering-Taktiken, darunter Voice-Phishing, auch Vishing genannt. Dabei rufen die Täter IT-Supportdienste an und fordern die Zurücksetzung der Passwörter von Mitarbeitern.Cybersicherheitsforscher warnen seit Langem, dass solche Angriffe trotz ihres einfachen und grob wirkenden Vorgehens äußerst effektiv sind, wenn es darum geht, den menschlichen Faktor auszunutzen. In seinem offiziellen Blog teilte Google mit, die Bitcoin-Wallets der Gruppe analysiert zu haben. Demnach gingen zwischen Januar und Mai dieses Jahres mindestens 10,6 Millionen Dollar an Lösegeldzahlungen ein.

















Kommentare 0
…