ESA prüft eigene Orbitalstation nach der ISS

ESA prüft eigene Orbitalstation nach der ISS

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat damit begonnen, die Möglichkeiten zum Bau einer eigenen europäischen Orbitalstation nach dem Ende der Internationalen Raumstation (ISS) zu bewerten. Laut ixbt.com hat die Agentur zwei parallele Studien gestartet, die ein wichtiger Schritt zur Wahrung der europäischen wissenschaftlichen und technologischen Basis im niedrigen Erdorbit sein könnten. Dies berichtet Nachrichtenquelle Ixbt.com.

Für die Durchführung dieser strategischen Studien wurden Verträge mit Konsortien unter der Leitung von Airbus Defence and Space sowie OHB unterzeichnet. Die Projektlaufzeit beträgt neun Monate, in denen Experten die Architektur, Infrastruktur und Lebenserhaltungssysteme des zukünftigen Weltraumkomplexes eingehend analysieren werden.

Hauptrichtungen des Projekts

Im Rahmen der Studien werden Ingenieure nicht nur die Architektur der Station bewerten, sondern auch Fragen zum Transport von Besatzungen und Fracht in den Orbit umfassend prüfen. Die Identifizierung der notwendigen Technologien und industriellen Kapazitäten für den Bau des Komplexes ist ebenfalls eine der Hauptaufgaben.

Den Plänen zufolge soll die geplante neue Station die ständige menschliche Präsenz im niedrigen Erdorbit, die Durchführung verschiedenster wissenschaftlicher Experimente sowie die Erprobung neuester Technologien ermöglichen. Zum jetzigen Zeitpunkt hat die ESA jedoch noch keine endgültige Entscheidung über den Bau dieser Station getroffen.

Europas zukünftige Weltraumperspektiven

Der europäische Komplex wird als eine von mehreren Alternativen betrachtet, um die Präsenz des Kontinents im niedrigen Erdorbit aufrechtzuerhalten. Insbesondere werden auch Möglichkeiten zur Beteiligung an kommerziellen Orbitalstationen anderer Betreiber geprüft. Die Studienergebnisse dienen den ESA-Mitgliedstaaten als wichtige Entscheidungsgrundlage.

Es ist anzumerken, dass Europa während seiner Teilnahme am ISS-Programm enorme Erfahrungen gesammelt hat. Das europäische Columbus-Forschungslabor sowie das für das US-Raumschiff Orion entwickelte European Service Module sind Beispiele dafür.

Derzeit entwickeln europäische Unternehmen parallel Transportsysteme, Wohnmodule, Lebenserhaltungssysteme, Robotik und In-Orbit-Wartungsdienste für Raumfahrzeuge. Dies bildet ein solides Fundament für zukünftige eigenständige Projekte.

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